Kapitel 4

Not another Date

verfassst: 15.01.2019

Jamilas lautes Lachen dröhnte durch die ganze Tierpraxis. „Das ist jetzt nicht Ihr Ernst?!“

Ihr Verhalten war Dakaria sehr unangenehm, am liebsten hätte sie ihrer Freundin, deren Lachanfall kein Ende zu nehmen schien, einfach eine Betäubungsspritze verpasst. Aber stattdessen begnügte sie sich damit, dem Hundehalter, dem die Situation auch äussert peinlich war, entschuldigende Blicke zuzuwerfen. Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, schien sich die Schwarzhaarige wieder zu beruhigen.

Dann wies sie hinter sich auf die Tür und sagte: „Dag Dag!“ Der Sim wollte ihrer Ausladung sogar mit hängendem Kopf folgen, aber Daka war sofort neben ihn getreten und sagte rasch: „Ich werde mir Igor ansehen!“

„Seit wann bieten wir Behandlungen für lau an?!“ tönte es entgeistert von Jamila. „WIR behandeln hier gar nichts!“ erklärte Daka unwirsch, „das ist nämlich MEINE Praxis und wie gehst du eigentlich mit meinen Kunden um?!“

Böse schaute sie ihre Freundin an, die dann die Nase rümpfte: „Na schön!“ erwiderte Jamila beleidigt, „wenn du meinst, aber hinterher brauchst du dich nicht bei mir beschweren!“ mit einem übertriebenen festen Ruck, öffnete sie den Reisverschluss ihrer Goldschimmernden Jacke.

„Ich bin dann mal im Warte-Dingsbums.“ maulte sie im Vorbeigehen und warf dem Hundehalter und seiner Fusshupe noch einen zickigen Blick zu.

„Ich… möchte wirklich keine Umstände bereiten.“ zögerte er, als die Vampirin ihn bat mitzukommen. „Das tun Sie ganz und gar nicht!“

Zum Takt der Musik in ihrem Kopf, wippte Jamila mit vollem Körpereinsatz auf dem Sofa herum. Als sich eine Tür öffnete, schnappte sie sich sofort eine beliebige Zeitschrift aus dem Fach unter ihrem Gesäss, in diesem Fall: ‚Wie kann ich meinem Hamster zeigen, dass ich ihn ganz doll lieb habe?‘ schlug diese auf irgendeiner Seite auf und tat so als würde sie lesen. „Geben Sie Igor einfach 2x täglich eine quietschfidele Pille.“ hörte sie ihre Freundin von nebenan sagen.

Igor kam quietschfidel auf sie zugetapst und schnüffelte interessiert an ihren hochwertigen Markenschuhen. „Gscht!“ zischte Jamila, „verschwinde!“ Vorsichtig lugte sie über den Rand der Zeitschrift, als sich der Hundehalter herzlich bei der Tierärztin bedankte.

„Bis in 1 Woche dann.“ meinte Daka, beugte sich und streichelte über Igors Kopf, der sich schwanzwedelnd neben sie gesetzt hatte. „Dir gehts ja schon wieder richtig gut!“ freute sie sich. „Echt jetzt? Du bittest ihn nochmal zu kommen?!“ platzte Jamila ins Gespräch rein, die Zeitschrift immer noch in ihrer Hand haltend.

Daka wollte sofort Stellung nehmen, doch der Sim kam ihr zuvor: „Seien Sie unbesorgt, sobald ich Simoleons habe, werde ich die Behandlungen natürlich bezahlen.“ Jamila lachte erst überspitzt auf und äffte ihn dann mit tiefer Stimme nach: „Oh sobald ich Simoleons habe werde ich bezahlen… oh oh oh und ich bin Väterchen Frost, ho ho ho!“

Dann traf ihr Verständnisloser Blick auf Dakaria: „Wieso sagst du ihm nicht dass er die Bude hier putzen soll?!“„Putzen?“ wiederholte der Sim und runzelte die Stirn. „Ja putzen! Sie wissen schon, mit Möpsen und so! Aber nicht solche Möpse, sondern die andere Sorte von Möpsen!“ sie machte Gesten mit den Händen, die nicht näher beschrieben werden müssen. „Dann können Sie auch gleich zu mir in meine WG kommen, da ist es nämlich auch immer sehr schmutzig, bei dem ganzen Männerbesuch den ich ständig habe!“„JAMILA!“„Was denn?! Ich mein das andere schmutzig! Bei dir kann er ja auch vorbeikommen, deine Frettchen sind gar nicht so stubenrein wie du ständig behauptest!“ Dakaria spürte wie ihr eine leichte Röte ins Gesicht stieg, „Jetzt halt endlich deine Klappe!“ knurrte sie warnend.

„Einverstanden,“ kam es plötzlich vom Sim, „was das Putzen hier angeht. Womit soll ich anfangen?“ Fragend blickte er die Tierärztin an. „Nein, Sie müssen nicht putzen!“ widersprach diese prompt und lächelte nervös. „Hören Sie nicht auf sie, sie macht nur Witze.“„Mach ich nicht!“„Also dann, es ist schon spät! Kommen Sie und Igor gut nach Hause!“ ignorierte Daka ihre Freundin und versuchte dem Brillenträger Beine zumachen. „Ja und passen Sie auf dass Sie nicht überfallen werden.“ murmelte Jamila, hielt sich die Lektüre vors Gesicht und tat wieder so als würde sie lesen, „ah Moment, bei Ihnen ist ja eh nix zu holen.“ grinste sie fies in die Zeitschrift hinein. „Kann es sein, dass Sie ein Problem mit mir haben?“„ICH? Ein PROBLEM? Mit IHNEN? Wie kommen Sie denn auf so was?!“ gab sie zurück, ohne aufzublicken.

„Hm… Ist nur so ein Gefühl… Warum tragen Sie eigentlich eine Sonnenbrille hier drin?“ Ihr Kopf schnellte auf und sofort warf sie ihre Schultern zurück und drückte die Brust raus: „Weil ich cool bin!“ Der Hundehalter nickte schmunzelnd. „Verstehe. Aber zum lesen ist sie nicht geeignet, oder?“„Of course! Warum auch nicht!?“„Naja, mir ist nur aufgefallen, dass Sie die Zeitschrift die ganze Zeit verkehrt herum halten.“

Ein paar Tage später

Dakaria sass im Garten unter dem kleinen Pavillon und lauschte dem Prasseln des Regens.

Es war ein lauer Herbstnachmittag in Willow Creek und die Bäume und Büsche ringsum präsentierten sich in den schönsten Herbstfarben. „So mein Schatz, hier hast du deinen Espresso.“ Veronica McKenzie stellte eine kleine Tasse auf den Tisch und setzte sich neben die junge Vampirin. Der bittere Geschmack starken Kaffees erfüllte sofort die Luft.

„Dass du so etwas überhaupt trinken kannst!“ lachte die ältere Vampirin, aber dann wurde ihr Gesicht sehr wachsam. „Dakaria, ist alles in Ordnung?“„Ja natürlich.“ Die Brünette nickte. Doch die faltige Stirn ihres Gegenübers wurde nun noch faltiger.

„Ich bin deine Mutter und ich sehe doch wenn es dir nicht gut geht.“ Veronica rückte ihren Stuhl näher an ihre Tochter heran, nahm ihre Hand die untätig im Schoss lag und drückte sie sanft. „Willst du mir nicht sagen was dich bedrückt?“ Daka zögerte noch einen Moment, aber dann begann sie zu erzählen…

Bestürzt vergrub Veronica ihr Gesicht in den Händen. Zu erfahren dass ihre einzige Tochter beinahe Opfer einer Vergewaltigung wurde, schockierte sie zutiefst. Nichts mehr hielt sie nun auf ihrem Platz, sie stand auf, zog ihre Kleine vom Stuhl und wollte sie nur noch in den Arm nehmen und am liebsten nie wieder los lassen. „Mama…“ klang es etwas erstickt unter der heftigen Umarmung hervor, „ich krieg schon keine Luft mehr.“

Mrs McKenzie liess ihre Tochter wieder los, schniefte und wischte sich die Tränen aus den Augen. „Ich bin so froh dass dir nichts passiert ist, Liebes!“ wieder griff sie nach Dakas Hand und beide setzten sich zurück an den kleinen Tisch. „Was sollte mir denn auch gross passieren…“ Dakaria lächelte gequält, „und… zum anderen sagst du… nichts?“

„Was meinst du?“ tat ihre Mutter unwissend. „Du weisst genau was ich meine.“ Veronica schaute einen Momentlang auf die gläserne Tischplatte, ehe sie wieder in die schönen, grauen Augen ihrer Tochter blickte. „Wir sind Vampire Dakaria, wir handhaben gewisse… Angelegenheiten eben anders als Sims.“ Daka seufzte…

Ihre Mutter neigte stets dazu, Dinge zu verharmlosen. Wie damals, als sie als kleines Schulmädchen, einen Klassenkammeraden in der Pause einfach an den Haaren in die Luft gehoben hatte.

Für Dakaria war es nie einfach gewesen, sich in der Welt der Sims „normal“ zu verhalten. Wie sollte sie auch, sie war immerhin ein Vampir. Die kleine Daka war schnell, sie war stark und sie war unberechenbar. Und wenn sie wütend war, dann war sie gefährlich. Freundschaften zu schliessen, oder überhaupt, Anschluss zu finden war ein Ding der Unmöglichkeit. Und da sie besonders war, wurde sie in der Schule gehänselt, gedemütigt und schikaniert. Manchmal war es für sie nicht mehr auszuhalten.

Einer Mitschülerin hatte sie einmal so stark am Zopf gezogen, dass ihre Wirbelsäule kurz davor war auseinander zu springen.

Den ersten Sim auf dem Gewissen hatte Dakaria bereits im zarten Alter eines Teenagers. Sie hatte beobachtet wie ein Kutscher eines späten Abends in der Windenburger Stadt sein Pferd mit der Peitsche blutig geschlagen hatte, weil es völlig erschöpft zusammengebrochen war und sich dann mit den Beinen so dermassen in den Zugsträngen verheddert hatte, dass es nicht mehr aufstehen konnte. Unter Tränen hatte sie den Sim angefleht, damit aufzuhören, aber er hatte sie nur angeschrien, sie solle gefälligst verschwinden, wenn sie nicht auch einen Peitschenhieb kassieren wolle. Das waren seine letzten Worte gewesen. Sie war es schliesslich, die ihn mit der Peitsche bearbeitet- und ihm anschliessend das gesamte Plasma aus dem Körper gesaugt hatte.

Schnell entwickelte die junge Dakaria brutale Gelüste. Abartige Begierden gegenüber Sims die ihr, oder anderen etwas Böses wollten. Sie wollte ihnen ebenfalls weh tun. Sie sollten genau so leiden und bestraft werden… Es ist jeweils ein Rausch der sie überkommt, eine teuflische Lust die stark genug ist, sie vollkommen zu erfassen und mit sich zu reissen. Im ersten Moment ist da keine Reue. Kein schlechtes Gewissen. Nur das Gefühl der absoluten Genugtuung. Dann aber, wenn sie wieder zu sich kommt, fällt sie jedes Mal in ein tiefes Loch. Gewissensqualen folterten sie tagelang, lassen sie nicht schlafen und scheinen sie von innen aufzufressen. Es ist so, als ob gut und böse in ihrem Körper verbissen gegeneinander ankämpfen würden. Dakaria hasste es. Sie wollte diese dunkle Seite in ihr nicht. Aber sie war nun mal da und manchmal kam sie zum Vorschein.

Auch wenn ihre Eltern es niemals zugeben würden, sie waren und sind damit überfordert.

Papa hatte oft geschimpft und geschrien.

Mama hingegen, hatte ihr Mädchen stets getröstet und ihr Mut zugesprochen. Aber im Versteckten hatte Veronica viel geweint und Abends, wenn Dakaria in ihrem Bett lag, hörte sie die lauten Stimmen ihrer Eltern im Salon. Sie wusste, dass sie der Grund war weshlab sie stritten.

Die junge Vampirin schreckte hoch, als sie die Hand ihrer Mutter auf der Schulter spürte. Veronica hatte sich leicht über den Tisch gelehnt und schaute ihre Tochter besorgt an. Scheinbar war sie eine ganze Weile still und in Gedanken versunken gewesen.

„Wieso bin ich nur so, Mama?“ sie wusste dass sie auf diese, schon unzählige Male gestellte Frage, niemals eine befriedigende Antwort erhalten würde. „Dein Vater und ich, wir sind auch so. Mach dir keine Gedanken.“ sagte Veronica wie immer und sah sie liebevoll an. Aber Daka war klar dass sie log. Ihre Mutter war nicht so. Ebenso wenig wie Derek, ihr Vater. Beide waren gute Vampire. Sie tranken nicht einmal das Plasma von Sims, sondern lebten von Plasamfrüchten, die sie selber angepflanzt hatten. Veronica hatte ihre Tochter zwar gelernt, stets genug Plasmafrüchte im Inventar zu haben, aber die junge Vampirin konnte dennoch der Versuchung frischen Plasmas nicht widerstehen. Auch das hasste sie.

„Veronica!“ schallte die tiefe Stimme ihres Papas plötzlich zum kleinen Pavillon hinüber. „Ich muss mir dir reden.“ Mutter und Tochter schauten auf. Er stand ihnen gegenüber auf der Küchenveranda und hatte wie üblich, einen grimmigen Blick drauf. „Sul Sul Dakaria.“ fügte er noch schnell hinzu, eher sein Blick dann wieder auf seine Ehefrau fiel: „Es geht um Forgotten Hollow.“ damit war er auch schon wieder im Haus verschwunden. Dakaria wie auch Veronica bemerkten etwas Beunruhigendes in seinem Unterton. „Forgotten Hollow?“ wiederholte Daka, „was ist das?“„Ach… nur so ein kleines Kaff. Nicht der Rede wert.“ Mrs. McKenzie lächelte beschwichtigend, „ich… ich sehe mal besser nach deinem Vater.“„Soll ich mitkommen?“„Brauchst du nicht mein Schatz.“

Ein leiser Windhauch wehte durch dei Wipfel der Eichenbäume im Hintergrund, als Daka aufstand um mal nachzugucken was ihre Eltern denn bloss so lange trieben. Als sie die Küche betrat, stand Veronica neben der Kücheninsel und fuhr sich mit dem Handrücken über die Augen, kaum hatte sie ihre Tochter bemerkt. „Mama? Was ist los? Warum weinst du?“ Daka ging sofort auf ihre Mutter zu und nahm sie einen Momentlang in den Arm.

„Dakaria, du weisst doch, dass ich dich sehr liebe, oder?“„Ja… natürlich Mama.“ Veronica küsste ihrer Tochter das Haar und ihre Stirn. „Ganz egal was auch passiert, du wirst immer meine Kleine sein und ich werde immer für dich da sein!“ erst jetzt entdeckte die Brünette ihren Vater über die Schulter ihrer Mutter hinweg, der sich mit verschränkten Armen an den Kühlschrank gelehnt hatte. Sein finsterer Blick streifte sie kurz und Daka bekam eine leichte Gänsehaut.

Zwar war er ein guter Vater zu ihr gewesen, denn es hatte ihr nie an materiellen Dingen gefehlt, doch hatte er ihr in seiner Strenge niemals gezeigt, dass er sie liebte.

Daka hatte oft versucht zu verstehen, warum sie keine Liebe von ihrem Papa erfahren durfte. ‚Wegen der dunklen Seite in mir‘ sagte sie sich immer. „Dein Vater ist halt so.“ hatte ihre Mutter immer gesagt.

Dafür hatte Veronica stets versucht die fehlende Liebe des Vaters zu kompensieren. Die Zuneigung ihrer Mutter war so immens, dass Dakaria manchmal das Gefühl hatte, von ihrer Liebe geradezu erstickt zu werden…

„Was ist hier los? Habt ihr euch gestritten?“ fragte sie und schaute ihren Vater eindringlich an. Er stiess sich vom Kühlschrank ab und kam auf die beiden Vampirinnen zu. „Dakaria, ich und deine Mutter…“ fing er an, doch Veronica fiel ihm mit einem schrillen „nein!“ dazwischen. Sie hob bittend die Hände zu ihm auf, schüttelte den Kopf und sah ihn flehend an. Derek seufzte tief, schaute kurz auf den Boden, dann wieder seine Tochter an und sagte kühl: „Ich muss jetzt gehen, habe noch einen wichtigen Termin.“

Mit diesen Worten hatte er sich abgewandt und Küche und Haus verlassen.

Einige Zeit später machte sich Dakaria bereits auf den Heimweg. Es war ihr nicht leicht gefallen ihre Mutter nach dem Streit, oder was auch immer da vorgefallen war, alleine zu lassen.

Doch Veronica hatte ihr versichert, dass sie sich keine Sorgen machen musste und alles in Ordnung wäre. Natürlich kaufte sie ihr das nicht ab, im Gegenteil, das Verhalten ihrer Eltern gab ihr Anlass zum Nachdenken… Aber sie hätte sowieso nicht länger bleiben können, morgen musste sie unbedingt ihre kleine Tierarztpraxis wieder öffnen, die das ganze Wochenende über zu gewesen war.

In Windenburg angekommen, holte sie als erstes Snuggs und Squee ab, die ihre Nachbarn freundlicherweise immer aufnahmen, wenn Daka ein paar Tage bei ihren Eltern in Willow Creek verbrachte. 

Es war bereits am Eindunkeln als sie mit den beiden Waschbären ihr kleines Hüttchen erreichte. Snuggs und Squee preschten gurrend und fiepend voraus und kaum waren sie ums Eck verschwunden, ertönte ein spitzer Schrei vom Hauseingang und daraufhin Gefluche: „Verdammte Biester!“

„Wollt ihr mich eigentlich zu Tode erschrecken, goddamn?!“ Eine aufgebrachte, gelbe Simin kam die paar Treppenstufen hinunter gestürmt und wäre Dakaria beinahe in die Arme gelaufen. „Jamila? Was machst du hier?“

„Das gleiche wollte ich dich gerade fragen, Fräulein! Seit Tagen versuche ich dich zu erreichen!“ sie machte eine Handbewegung aufs Haus, „niemand Zuhause, niemand im Tiersalon, du gehst nicht an dein Handy, wollte schon ne Vermisstenanzeige aufgeben!“ „Tut mir leid, ich wusste nicht dass ich mich bei dir abmelden muss wenn ich zu meinen Eltern reise und das Handy hatte ich gar nicht bei mir.“

„Aha. Und leben deine Eltern noch im Mittelalter?! Die werden doch wohl so nen Dreh – Dingsbums – Telefon haben, oder?!“

„Du meinst ein Wählscheibentelefon?“ die Vampirin musste schmunzeln, wurde dann aber wieder ernst. „Ich brauchte mal ein paar Tage Ruhe.“„Vor mir oder was?!“ „Nein… es ist nur, seit der Sache mit Adam…“„Nee ernsthaft jetzt?! Heulst du wegen diesem Mistkerl immer noch rum?! Vergiss diesen Schweinehund doch endlich!“„Das kann ich aber nicht! Ich habe ihm etwas Schreckliches angetan!“

„WHAT?! Du hast doch nicht etwa Mitleid mit ihm?!“ Die Dunkelhäutige schüttelte so stark den Kopf, dass sie hinterher ihre Mütze richten musste, „was ist mit all den schrecklichen Dingen die er den armen Siminnen angetan hat, die sich nicht wehren konnten, huh?!“ Dakaria erwiderte nichts, liess nur die Schultern hängen und versuchte die grässlichen Bilder aus ihrem Kopf zu verdrängen, was aber aufgrund Jamilas Kommentar nicht gerade einfach war: „Dieser kleine *peeep* kann von Glück reden dass ICH nicht an deiner Stelle war! Ich hätte ihm weit mehr ausgerissen, als nur seine…“

„Okay hör jetzt bitte auf!“ unterbrach Dakaria, „ich möchte darüber nicht mehr reden, noch möchte ich darüber nachdenken!“„Meinetwegen… ich muss sowieso los in die City, hab gleich nen Date.“„Mit wem?“„Ach so n‘ Süsser von Simship.“ – „Was?!“

„Willste mal nen Pic sehen?“ schnell zückte Dakas BF ihr Handy hervor und tippte mit ihren weissen Touchscreen-Handschuhen gekonnt auf dem Display herum. „Ich hoffe das ist ein Scherz! Ich dachte du hättest unsere Profile gelöscht, besonders nach der Geschichte mit…“ demonstrierte die Brünette in der Zwischenzeit, doch die Schwarzhaarige fuh ihr gleich über den Mund: „Ja aber Daka! Du kannst doch jetzt nicht alle Typen als Vergewaltiger abstempeln! Ausserdem braucht Mama Frischfleisch!“ sie kicherte und hielt ihrer BF das Handy so nah ans Gesicht, dass die Vampirin einen Schritt zurückmachen musste. „Guck… wie cute ist der bitte?!“ Lebhafte, strahlend blaue Augen schauten ihr vom Profilfoto von Dr.Luve:-* entgegen.

„Na was sagst du?“„Ja.“„Ja was?“„Ja er ist süss. Trotzdem, ich finde du solltest nicht hingehen.“ Mit einem verschmitzten Grinsen liess die Kurzhaarige ihr Handy wieder im Inventar verschwinden und meinte: „Wenn du mich aufhalten willst, musst du mir schon die Beine ausreissen, Süsse!“ Daka schaute sie abwägend an. „Ich hab eine bessere Idee…“

„OMG ein Dreier! Wie aufregend!“ guietschte Jamila als die beiden das Gewürzviertel in San Myshuno erreicht hatten und boxte ihrer Freundin mit dem Ellenbogen sanft in die Seite. Dakaria bleib sofort stehen: „Jamila?!“

„Nicht so nen Dreier! Man Daka du denkst auch nur an versaute Sachen!“ zwinkerte die Simin keck: „Ich mein ein dreier-Date Schrägstrich Kinobesuch!“

„Ok, halt Ausschau nach nem Typen mit Bärtchen.“ flüsterte Jamila als die beiden sich dem Kino näherten.

„Dort sitzt jemand mit Bart auf der Bank, ist er das?“ dabei deutete Daka mit dem Kinn auf einen Sim. „Yep, sieht so aus!“ Im Gleichschritt gingen die Freundinnen auf ihn zu. „Sul Sul!“ sagten beide fast zeitgleich als sie vor Jamilas Date standen. „Du musst Dr.Luve:-* sein.“ stellte Jamila fest.

„Oh… Sul?!“ Dr.Luve:-* sprang sogleich auf und schaute beide überrascht an. „Und welche von euch ist jetzt Gotta-love-brown-sugar?“ fragte er und blinzelte. „Das bin ich! Jamila ist mein Name.“ antwortete diese stolz und machte eine Promihafte Pose. „Freut mich sehr Jamila!“ der Mützenträger lächelte in Dakas Richtung: „Wusste nicht dass du noch Verstärkung mitbringst.“ – „Das ist meine übervorsichtige und beschützerische BF, sie wollte nur mal abchecken ob du sauber bist.“

„Oh…“ stutzte das Date kurz und roch dann unter seiner linken Achsel: „Also ich hab vorhin noch geduscht und frische Sachen angezogen, von dem her…?“ er zuckte mit den Schultern während Jamila ihren Kopf schüttelte: „Nee nicht das sauber, das andere sauber…“ Dann übernahm Daka, bevor das hier wieder in einen peinlich-anstössigen Dialog ausartete: „Freut mich dich kennen zu lernen, ich bin Dakaria und wie heisst du?“ Sie streckte ihm ihre Hand hin und schaute ihm dabei tief in die Augen. Erfreut nahm der Sim die dargebotene Hand und antwortete: „Sul Sul Dakaria, ich bin…“

doch ab dem Moment hörte sie seine Worte nur noch wie durch Watte. Sie waren plötzlich nicht mehr von Bedeutung. Die Vampirin spürte seinen ruhigen Pulsschlag der von seinem Handgelenk aus ging, bis hinauf zu ihrem Herzen. Doch sie fühlte auch etwas anderes. Etwas seltsames… etwas… dunkles…

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