Kapitel 6

Dolly

verfasst: 11.03.2019

Das Motorengeräusch erstarb. Autotüren wurden zugeschlagen. Schnelle Schritte waren zu hören und aufgeregte Stimmen. Dann Stille. ‚Ein Unfall!‘ Das war Dakarias erster Gedanke. Der Hundehalter starrte sie Sekunden, die jedoch wie Stunden erschienen, mit offenem Mund an. Sorge und Angst standen ihm ins Gesicht geschrieben. „Oh mein Gott…“ entfuhr es ihm leise. Er schaute nach links über seine Schulter hinweg, doch der Blick auf die Strasse blieb ihm verwehrt, denn der San Myshuno Meadows Park war auf zwei Seiten von hohen, weissen Mauern umringt.

Die gelockte Brünette nutzte seine kurze Abwesenheit aus und machte sich vampirisch aus dem Staub. Gelenkig und schnell wie ein Gepard, überwand sie die Mauer mühelos, landete elegant auf den Beinen und sprintete auf der anderen Seite los. Innerlich bereitete sie sich schon auf fürchterliche Bilder vor. Kurz bevor sie übernatürlich schnell um die Ecke bog, verlangsamte sie ihr Tempo und blieb dann ganz stehen, als sie von den Scheinwerfern eines PKWs geblendet wurde.

Dakaria kniff die Augen zusammen und erkannte auf der Autohaube eine grosse Beule und etwas, dass aussah wie Blut. Nervös schluckte sie den aufsteigenden Kloss in ihrem Hals herunter, ihr Herzschlag beschleunigte. Das war kein Tier. Das war kein Hund. Das war nicht Igor. So ein grosser Schaden konnte nur von einem… einem Sim stammen! Zögerlich wanderte ihr Blick hinter das Auto und da lag er auch schon… der lädierte Körper. Arme und Beine lagen und standen unnatürlich von ihm ab. Ihr wurde schlecht… Doch sie riss sich zusammen und zwang sich nun dort hin zu laufen. Wenige Meter vor dem Auto und vor dem mutmasslichen Schwerverletzten, blieb sie jedoch erneut stehen, weil sie einfach nicht glauben konnte was sie jetzt sah!

„Was zum…“ flüsterte sie und schüttelte langsam den Kopf. Dann ging sie zum vermeintlichen Sim und liess sich geschockt neben ihm auf die Knie fallen. Ein wilder Fluch entkam ihr und sie zog sofort angewidert ihre Hand weg, mit der sie diesen „Körper“ beinahe berührt hätte, als sie begriff, dass es sich hierbei nur um eine… eine verdammte „Frauenpuppe“ aus Kunststoff handelte!

Sie war mit roter Farbe bekleckert und ihre Kleider waren völlig zerrissen und verschmutzt. „Was zum Teufel?!“ brummte Dakaria vor sich hin. Sogar der Gesichtsausdruck dieses… Dings passte zu dieser… kranken Situation! Entsetzt fuhr die Vampirin hoch und im gleichen Atemzug erschienen 3 jugendliche Sims. Sie wirkten begeistert und aufgeregt, grölten laut und einer filmte.

„Bro! Das wird der geilste Clip ever!“ rief der eine. „Yo, aber wir müssen die Alte rausschneiden.“ meinte ein anderer daraufhin und machte dabei eine wegwerfende Handbewegung in Dakas Richtung. „Nein Alter! Die lassen wir drin! So wirkt das doch voll real!“ sagte der erste wieder. „Yeah man! Alter! Hast voll Recht!“ kam es nun vom dritten mit der Kamera und ehe Daka sich versah, hatte sie diese bereits vor ihrem schönen Gesicht.

„Ein Smile für unsere Subscribers!“ Die Brünette, die langsam wieder zur Besinnung kam, zog verärgert die Augenbrauen zusammen und schob energisch die Kamera vor ihrer Visage weg. „Was soll das hier?!“ platzte es wütend aus ihr heraus. Abwechselnd schaute sie einen nach dem anderen an.

„Ist das hier nur ein alberner Scherz?!“„Whoa chill mal dein Leben!“ grinste der pummelige mit dem Capi, „wir machen grad n‘ cooles Video für SimTube.“

„Ein Video?!“ wiederholte die Brünette fassungslos, „indem ihr das da… überfahrt?!“ missbilligend zeigte sie mit dem Kinn auf das auf der Strasse liegende Männerspielzeug. „Voll krass oder?!“ tönte der mit den eitrigen Pickeln stolz, „sie heisst übrigens Dolly.“ Dakaria wollte gerade etwas entgegen, doch da wurde ihr auch schon wieder die Kamera ins Gesicht gehalten.

Genervt schlug die Vampirin dem Burschen diese aus der Hand und warf ein aufgebrachtes: „Sagt mal habt ihr sie nicht mehr alle?!“ in die Runde, während der hightech Camcorder scheppernd auf dem Boden landete. „Ey geht’s noch?!“ empörte sich sein Besitzer und bückte sich sofort um ihn aufzuheben, „der war voll teuer! Mein Dad wird voll sauer sein, man!“„Oh ich bin mir sicher dass dein Dad voll sauer sein wird, aber wegen was andrerem, man!“ knurrte Dakaria, dann schaute sie die anderen beiden wieder an, „wissen eure Eltern eigentlich dass ihr euch um diese Zeit noch auf der Strasse rumtreibt?!“ beide Jungen tauschten einen fragenden Blick aus. „Und was ist mit dem Wagen?!“ Daka machte eine Kopfbewegung Richtung Unfallfahrzeug, „ihr habt doch niemals einen Führerschein!“ wieder keine Antwort.

Die Vampirin schnaubte. Diese Unvernunft war ja ungeheuerlich! Nicht auszumalen wenn wirklich ein Unfall passiert wäre! Wenn wirklich jemand über den Haufen gefahren worden wäre! Wenn Igor dieser jemand gewesen wäre! Meine Güte, hatten die denn nichts Besseres zu tun als völlig verblödete Videos für SimTube zu drehen?! Wie wärs mit lernen für die Schule?! „Na schön,“ zwang sie sich mit ruhiger Stimme fortzufahren und kramte ihr Handy aus dem Inventar, „mal schauen was die Polizei dazu meint.“„NEIN!“ schrie einer und beide sahen sie gleichermassen bestürzt an. „Nein keine Polizei bitte!“ flehte nun auch der Dritte mit seiner Kamera, der blitzschnell neben ihr auftauchte.

„Also gut.“ räumte Dakaria schliesslich ein. Die Jugendlichen hatten es irgendwie geschafft sie milde zu stimmen. „Packt euer widerliches Spielzeug ein und verschwindet, eher ich es mir anders überlege!“ Pickelchen huschte sofort zu Dolly, während Dickerchen die hintere Autotür aufmachte, damit Pickelchen sie auf den Rücksitz hieven konnte. Der dritte mit der Kamera half nicht, sondern tat das, was er scheinbar am besten konnte, nämlich filmen. Doch Daka hatte jetzt keinen Nerv für ihn. „Oh nein!“ stiess sie aus und war sofort neben die beiden Teenager mit dem Bettspielzeug getreten. „Ihr glaubt doch nicht allen Ernstes dass ich euch fahren lasse?! Los, her mit dem Autoschlüssel!“ forderte die hübsche Vampirin. „Ja aber…“„Nicht ja aber!“ wurde der Dicke grob von ihr angefahren, „Autoschlüssel! Jetzt!“

Der Blonde tat wie ihm befohlen und lächelte schief, „echt nice von dir dass du uns fährst.“ „Das hättest du wohl gerne!“ hämisch grinsend liess sie den Autoschlüssel in ihrem Inventar verschwinden. „Ihr werdet schön nach Hause laufen! Vielleicht hilft die frische Luft euch die Flausen aus dem Kopf zu treiben!“„What?!“ rief Akne, „aber Dolly ist voll heavy?!“

In diesem Moment waren Schritte zu vernehmen und die Brünette erblickte den Hundebesitzer der herangeeilt kam. Ihr fiel eine ganze Felswand vom Herzen, als sie Igor neben ihn erkannte. „Grosser Gott… “ schnaufte das Herrchen aufgeregt, als er neben der Gruppe zum stehen kam, „ist jemand verletzt?!“

„Danke nochmal dass du uns nicht bei den Bullen verpetzt! Bist echt voll in Ordnung!“ sagte Dickwanst und schlug Dakaria kumpelhaft auf die Schulter. Der mit den Pickeln tat es ihm gleich, „yo man, ist voll korrekt von dir!“  – „Ja, ja schon gut…“ erwiderte sie etwas gereizt, „aber jetzt macht endlich dass ihr nach Hause kommt.“

Nachdem sich die drei Jugendlichen von ihr und dem Hundebesitzer verabschiedet-, den ausgefallenen Namen ihres SimTube Kanals genannt- und dem kleinen Igor sogar noch eine Gastrolle im Video gewährt hatten, wandte sich Dakaria erleichtert dem Hundehalter zu. Doch gerade als sie den Mund aufgemacht hatte um etwas zu sagen, wurde sie von einem „Hey!“ das quer über die Strasse gebrüllt wurde, unterbrochen. „Liken und abonnieren nicht vergessen!“

„Die Jugend von heute, was?“ schmunzelte Igors Herrchen, als die beiden mit Hund, der diesmal an der Leine geführt wurde, wieder in den Park einbogen. „Ich bin mal aufs Video gespannt.“„Sie wollen sich das tatsächlich ansehen?“ fragte Dakaria überrascht und schaute ihn ungläubig an. „Natürlich!“ er zwinkerte der Brünetten zu, „Immerhin haben Sie und Igor darin einen Auftritt ergattert!“ Daka lächelte ein wenig verlegen und schaute vor sich auf den Vierbeiner herab. „Wer weiss, vielleicht werdet ihr beiden SimTube – Stars.“ fügte der Sim hinzu. Bei dem Gedanken musste die Vampirin unwillkürlich lachen.

„Aber eins müssen Sie mir erklären.“ meinte der Hundehalter plötzlich, als sie eine Weile schweigend nebeneinander durch den Park gelaufen waren und blieb stehen. „Was denn?“ gespannt sah Daka ihn an. „Wie können Sie sich so schnell fortbewegen?“ diese Frage schockierte sie, aber sie liess sich davon nichts anmerken, „was… meinen Sie?“ tat sie unwissend und möglichst cool, senkte aber trotzdem ihren Blick auf Igor, der gerade herauszufinden versuchte, ob ein welkes Blatt fressbar ist. „Na vorhin, Sie waren plötzlich so schnell weg.“„So schnell nun auch wieder nicht.“ spielte die Vampirin seine Feststellung herunter. „Machen Sie Witze?!“ der Brillenträger lachte kurz auf, „innerhalb einer Sekunde waren Sie über alle Berge! Das ist doch nicht normal! Wie haben Sie das gemacht?“

Dakaria antwortete nicht sofort, sondern wog ihre Worte vorsichtig ab, bis sie eine passende Antwort finden konnte, die ihn hoffentlich zufriedenstellen würde. „Ich ahnte halt dass etwas Schlimmes passiert war und wollte keine Zeit verlieren.“ erklärte sie und ärgerte sich im selben Moment, dass ihr nichts besseres eigefallen ist. Als er darauf nichts erwiderte, ergänzte sie: „Ich war Klassenbeste im Rennen.“ Er nickte schwach und betrachtete sie eine ganze Weile mit einer seltsamen Mischung aus Misstrauen und Faszination. Ihr fiel es sogar schwer diesem Blick standzuhalten, doch dann kehrte Glücklicherweise sein Lächeln zurück und er entgegnete: „Oh je, ich habe Sport gehasst!“ Daka atmete kurz innerlich auf, bevor sie versuchte das Thema zu wechseln: „Was war eigentlich mit Igor?“

Die schöne Brünette erfuhr dass er, als er eigentlich vorhatte ihr zu folgen, Igors Bellen gehört hatte und diesem daraufhin gefolgt sei. Er habe ihn bellend vor einem Baum vorgefunden. „Keine Ahnung was in ihn gefahren ist.“ beendete das Herrchen seine Geschichte schulterzuckend. Erleichtert schaute Dakaria auf den kleinen Hund herab, „Hauptsache es geht ihm gut und er ist wieder da.“ sagte sie liebevoll, als sie von Igors runden und treuen Augen fixiert wurde.

Er fiepte kurz auf und leckte sich über die Nase. „Ich glaube er hat Hunger!“ grinste Daka, „ich sollte jetzt auch nach Hause, Snuggs und Squee warten bestimmt auch schon ungeduldig auf ihr Futter.“„Ihre Frettchen?“ Die Brünette war kurz verblüfft, dann aber, fiel ihr die peinliche Unterhaltung mit Jamila in der Tierpraxis wieder ein. „Nein meine… meine Waschbären.“„Waschbären?“ der Hundebesitzer machte einen erstaunten Gesichtsausdruck, „Waschbären als Haustier hat nicht jeder, oder?“ Dakaria nickte, „Ehrlich gesagt kenne ich ausser mir niemand anderen.“ Beide lachten und dann wünschte er ihr eine gute Nacht.

Ein paar Tage später

Mit schnellen Schritten betrat sie den Coffeeshop in der Magnolia Promenade und blieb am Eingang stehen um sich einen Überblick zu verschaffen. Der von Kaffeeduft erfüllte Raum war voller durstiger und hungriger Sims. Einige standen geduldig – andere weniger geduldig an der Theke schlange und wieder andere sassen an ihren Sitzplätzen und unterhielten sich angeregt. Aus dem Lautsprecher dröhnten die neusten Hits.

In der Menge erkannte die Vampirin schliesslich ihre Freundin, welche sie zu sich herwinkte. „Sul!“ grüsste Dakaria sie schon von weitem, „tut mir leid dass ich zu spät bin!“ Die Dunkelhäutige erhob sich um ihre BF in die Arme zu schliessen. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Jamila.“ tönten dumpf Dakarias Worte aus der Umarmung. „Aww danke!“ Nach der Umarmung musterte ihr Gegenüber sie jedoch skeptisch: „Aber Daka! Wir wollten doch einen draufmachen gehen! Wieso kommst du denn in diesem… Pfötchenpyjama?!“ dann hielt sie sich mit der einen Hand die Nase zu und mit der anderen wedelte sie vor ihrem Gesicht rum: „Gosh! Und wie du stinkst!“ – „Das ist ganz normaler Hundegeruch, Jamila.“ – „Normal?! Was hast du mit den Tölen gemacht? Dich in ihnen gewälzt?!“

Der Grund weshalb Dakaria zu spät kam und noch nicht einmal Zeit gehabt hatte sich zu duschen und umzuziehen war, dass heute eigentlich der Hundehalter mit Igor zur Nachkontrolle hätte erscheinen müssen. Doch er liess sich nicht blicken. Die Vampirin hatte seinetwegen extra die Öffnungszeit ihrer Praxis um 40 Minuten überzogen.

„Sul Sul, Erde an Dakaria! Bitte kommen!“ Jamila gab der Brünetten einen Knuff mit dem Ellenbogen in die Seite. „Hörst du mir überhaupt zu?!“„Nein… ich meine ja. Tut mir leid, was hast du gesagt?“„Wie heisst nochmal der Kanal?“„Was für ein Kanal?“ Dakaria dachte natürlich an einen künstlichen Wasserkanal und wunderte sich, dass Jamila plötzlich Interesse an solchen Dingen zeigte. „Na der SimTube Channel von den Typen mit der Techtelmechtelpuppe?“ half ihr die Schwarzhaarige auf die Sprünge, während sie mit dem Finger geradezu hektisch auf dem Display ihres Handys herum wischte.

„Ach so… hab ich vergessen.“„WHAT?!“ alarmiert schaute ihre BF auf: „Man Daka, das ist so unfair! Warum passieren dir die crazyesten Dinge immer dann, wenn ich nicht dabei bin?!“ flennte der Wuschelkopf, doch Dakarias Gedanken kreisten nicht mehr länger um Dolly…

Vielleicht hatte er es einfach vergessen? Mist! Warum hatte sie ihn denn in dieser Nacht im Park nicht nochmal auf die heutige Konsultation hingewiesen? Vielleicht ging es Igor ja so gut, dass er es nicht mehr für nötig hielt, vorbeizukommen? Aber genauso gut hatte sich Igors Zustand auch verschlechtert haben können. Oh Gott, war er vielleicht…?

„Jetzt mal real talk, was eigentlich los mit dir?!“ wurde sie von Jamila wieder ins hier und jetzt zurückgeholt. „Entschuldige, was?“„Man! Jetzt bin ich extra wegen dir hier bei Simbucks – und du weisst wie sehr ich Kaffee hate – und hab dir sogar nen Express besorgt, genau so wie du ihn magst, aber…“ – „Das ist aber sehr aufmerksam von dir!“ erwiderte Dakaria glücklich und liess voller Vorfreude ihren Blick über den Tisch schweifen, nur um da keinen Espresso vozufinden, „wo ist er denn?“

„Süsse, lass Mama Mal ausreden! Ich war doch noch gar nicht fertig!“ Entschuldigend hob Daka die Hände und bedeutete ihr dann mit einer Geste, weiterzureden. „Also: Da du ja fast 1 Stunde zu spät warst und der Express dann kälter als die Arktis war, hab ich ihn der Pflanze in den Kübel geschüttet.“ dabei zeigte sie mit dem Daumen über ihre Schulter hinweg auf die Zimmrpflanze die neben den beiden recycling Eimern stand. „Oh…“ machte Daka nur und schaute besagte Pflanze etwas missgünstig an. „Btw…“ kicherte Jamila, „ich schwör dir, die ist seither um mindestens um 5 cm gewachsen!“

„Tut mir leid dass ich ein wenig neben mir stehe.“ seufzte Daka daraufhin, „ich muss die ganze Zeit an Igor denken. Er hätte heute eigentlich von mir untersucht werden müssen.“„Igor?“ Da machte die Schwarzhaarige aber grosse Augen: „OMG! Dachte nicht dass du gleich so rangehst! Ich mein Untersuchung und so?!“ sie blinzelte der Tierärztin zu und pfiff durch die Zähne, ehe sie dann fortfuhr: „Go on! Erzähl wie wars? Wie sieht er aus? Hört sich nach nem Russen an!“

Die Brünette krauste kurz die Stirn, aber dann dämmerte es ihr was Jamila wohl damit meinte. „Nein, kein Kerl! Und nicht was du denkst!“ sie schüttelte den Kopf und erklärte dann: „Igor ist doch der niedliche Hund von diesem Sim der keine Simoleons hatte.“ Nun zog Jamila eine mehr als gelangweilte Grimasse, „von diesem Klugscheisser?“ mit beiden Händen machte sie eine abweisende Bewegung. „Ich mache mir wirklich Sorgen.“ sagte Dakaria. „Yep solltest du dir auch! Die Kohle siehst du nämlich nie wieder!“

Gerade als die Vampirin darauf antworten wollte, klingelte ihr Handy. „Schnell! Bitte kommen Sie ganz schnell! Ich stehe hier vor Ihrer Tierklinik! Ich habe einen Notfall!“ klang eine ziemlich aufgeregte weibliche Stimme am anderen Ende der Leitung. „Beruhigen Sie sich, was ist passiert? Um was für eine Tierart handelt es sich?“ sprach Dakaria ins Handy.

„Bitte kommen Sie ganz schnell! Es ist dringend!“ wiederholte die Anruferin und legte dann abrupt auf. „Was denn jetzt schon wieder?“ fragte Jamila und ihre Tonlage klang alles andere als erfreut, als Dakaria, die ziemlich bleich geworden war, das Handy sinken liess und aufstand. „Ich muss sofort in die Klinik.“ Die Vampirin war schon im gehen, doch die Dunkelhäutige hatte sie, trotz ihrer mörderischen Absätzen, schnell eingeholt und ihr den Weg versperrt.

„Aber heute ist doch mein B-Day!“ Die Enttäuschung in ihrem Gesicht bewirkte dass Dakaria sich schlecht fühlte. „Es tut mir leid, aber es ist ein Notfall.“ Kopfhängend schob Daka sich an ihr vorbei, aber dann drehte sie sich nochmal zu ihr um, „wir holen das nach…versprochen.“

Lächelnd holte sie dann was aus ihrem Inventar und überreichte es dem Geburtstagskind, es war ein Geschenk. „Mach dir einen schönen Abend, Jamila.“

Kaum in Brindleton Bay angekommen, hetzte die Tierärztin zur Praxis. „Sul Sul?“ rief sie vom Gatter aus, doch weder erhielt sie eine Antwort, noch war da jemand zu sehen. Hatte die Anruferin nicht gesagt sie stünde vor der Tür? Sie war doch so schnell hergekommen wie es ihr möglich war? ‚Oh nein, hoffentlich ist das nicht wieder ein dummer Jungendstreich!‘ schoss es ihr durch den Kopf.

Dakaria ging aufs Haus zu. Es war dunkel, so dunkel dass sie beinahe über eine Box gestolpert wäre die direkt vor dem Eingang platziert war. Verwundert machte Daka das Aussenlicht an und schaute auf die braune Kiste herab. Bevor die Vampirin sie öffnete, blickte sie sich noch einmal um, aber ausser ihr war kein Sim weit und breit zu entdecken.

Und dann erschrak die hübsche Brünette, sie traute ihren Augen nicht, was sie darin vorfand…

weiterlesen… Death at the Romance Festival

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