Kapitel 8

Bats, Books and Sun Resistance

verfasst: 29.04.2019

Wie in Trance liess Dakaria von ihrem betäubten Opfer ab und näherte sich langsam der Leiche.

Der tote Sim lag auf dem Bauch, sein Kopf war zur linken Seite geneigt und die Zunge schaute ein Stück zwischen seinen bleichen Lippen hervor. Die Brünette ging neben ihm in die Hocke. Automatisch streckte sie ihre Hand aus um einen Puls ausfindig zu machen, was natürlich vergebens war. Woran er wohl gestorben ist? Die Vampirin konnte auf dem ersten Blick kein Blut entdecken, aber sie konnte es riechen. Vorsichtig drehte sie den Leblosen auf den Rücken, dabei kippte sein Kopf auf ihre Seite. Sein Gesicht war kreideweiss, mit starren Augen schaute er sie an. Als sie schliesslich die Todesursache erkannte, erschrak sie fürchterlich. Klaffende Wunden. Am Hals. Bisswunden, um genau zu sein. Und zwar nicht von einem Tier.

Noch immer sickerte es aus den beiden kleinen Löchern. Sofort musste sie an den fremden Vampir von vorhin denken, der sie grob angerempelt hatte. Aufregung und eine gewisse Angst steigen in ihr hoch. Gleichzeitig aber, lief ihr die Spucke im Mund zusammen. Daka benetzte ihre trockenen Lippen mit der Zunge, sie bemerkte nicht mal, dass sie bereits ihre Hand ausgestreckt hatte. Zitternd vor Verlangen tunkte sie ihre Fingerkruppen in der Wunde, führte sie dann zum Mund und leckte sie ab. Es war noch warm. Geniesserisch schloss sie die Augen, nur wenige Sekunden, während sie sich die paar Tropfen Plasma auf der Zunge zergehen liess. Der Geschmack durchfuhr sie wie ein Blitz. Dann besann sie sich wieder, stand auf und versteckte ihre dunkle Form.

Ziellos irrte sie durch die wenigen verbliebenen Sims, die sich noch auf dem Platz aufhielten, während die Stände des geendeten Romantik Festivals, schon langsam abgeräumt wurden. Wo bloss war Jamila? Hektisch kramte sie ihr Handy hervor und wählte die Nummer ihrer BF, aber es meldete sich nur die Mailbox. „Verdammt, wozu hat Sim ein Handy, wenn es ausgeschaltet ist?!“ fluchte Daka und steckte sich ihres säuerlich wieder ins Inventar. Vielleicht war Jamila ja schon nach Hause gegangen? Vielleicht verbrachte sie die Nacht auch bei irgendeinem hoten Typen? Vielleicht lag sie aber auch irgendwo in einer dunklen Seitengasse, völlig ausgesaugt und leblos? Schnell schob sie diesen Gedanken beiseite und eilte in die Karaokebar.

Nervös liess sie ihren Blick durch den dämmerigen Raum gleiten. Lediglich einige Sims sassen hie und da an den Tischen, die Bar war leer, nur die Barkeeperin wischte mit monotonen Bewegungen die Theke ab. Auch die Musik passte nicht zum Ambiente, wie Daka mal wieder fand. Da sie die quirlige Schwarzhaarige nirgends sehen konnte, wollte sie die Bar wieder verlassen, als sie plötzlich lautes Gegröle aus der Richtung der Toiletten hörte. Das war Jamila! Sie sauste hin, vampirisch, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob das eben jemand gesehen haben könnte.

Und tatsächlich, an der Herrentüre angelehnt standen Drei, ein Sim und zwei Siminnen. Dakaria traute ihren Augen nicht und musste zweimal hinsehen, bis sie Jamila unter ihnen erkannte. Alle drei hielten, streichelten, nein, befummelten sich an Stellen, die von der Kleidung Gott sei Dank verborgen blieben und steckten sich gegenseitig und nacheinander die Zungen in den Rachen! Ihr wurde fast schlecht bei dem Anblick und doch konnte sie nicht wegsehen, es war wie bei einem Autounfall.

„Daka ey, jetzt wärs doch erst richtig zur Sache gegangen!“ protestierte die Dunkelhäutige, als Dakaria sie eilends hinter sich quer durchs Honey Pop schleifte, „was jetzt schon wieder in dich gefahren?! Du brauchst doch nicht eifersüchtig sein, Süsse!“„Wir müssen sofort gehen, da hinten liegt eine Leiche.“ sagte die Brünette leise aber mit fester Stimme. Jamila reagierte zunächst gar nicht. „WHAT?!“ stiess sie dann endlich hervor und zwar mit einer Lautstärke die im ganzen Laden zu hören war,„EINE WAS???“„Pscht!“ zischte Daka, „eine Leiche.“

„OMFG! Wir müssen sofort einen Krankenwagen rufen!“„Dafür ist es zu spät.“„Ok dann halt nen Bestatter, aber Daka, bist du sicher dass die Leiche auch wirklich tot ist?“„Leichen sind immer tot!“„Uhm… nope! Hast du the walking Dead etwa nicht gesehen?!“  – „Jamila, es gibt keine Zombies!“„Whoa!“ empörte sich die Simin, blieb sofort stehen und zog ihre BF wie ein Jo-jo an der Schnur zurück, „hast du etwa was gegen Zombies?!“„Willst du mit mir jetzt ernsthaft über Zombies diskutieren, während da hinten ein komplett ausgesaugter Sim liegt!?“ Der Wuschelkopf weitete die Augen: „Ausgesaugt? Du meinst von einem…?“ Die Vampirin nickte.

„Creepy… aber hast du auch nachgeschaut ob das Hirn noch da ist, sonst könnte es auch ein Zomb…“ doch weiter kam sie nicht mehr, denn Daka hatte sich stöhnend in Bewegung gesetzt und sie mit einem unwirschen Ruck mitgezogen. Draussen vor der Bar wäre die Schwarze dann aber beinahe mit der dürren Braunen zusammengestossen, da diese urplötzlich und stocksteif stehen geblieben war.

Dort stand er, auf der anderen Seite des Platzes… der fremde, rätselhafte Vampir von vorhin!

Trotz der Entfernung, konnte Dakaria ein schelmisches Lächeln auf seinem wohlproportionierten Gesicht feststellen, dass jedoch nur eine Sekunde lang währte, denn in der nächsten hatte er sich, auf unerklärliche Weise, in eine… Fledermaus… verwandelt und war davon geflattert!

Der Schock über das eben Gesehene hielt nur kurz an, dann beschlich sie plötzlich ein verdammt ungutes Gefühl. Irgendwie glaubte Daka, nein, sie war sich sogar ziemlich sicher, dass er der Mörder des Sims war! Und sie vermutete auch, dass sein Auftauchen kein Zufall war und dass er sie vorhin auch wirklich absichtlich angerempelt hatte!

„SHIIIIIIT! Hast du das gesehen?!“ hörte sie Jamila, die sie neben sich beinahe vergessen hatte, aufgeregt und schrill rufen, „hat sich der hote Typ da eben in eine f*cking Flugmaus verwandelt?!“

Am nächsten Tag

Es war ein lauer Herbstnachmittag in Brindleton Bay als Dakaria die Tür ihrer Praxis früher als gewohnt hinter sich schloss und das „geschlossen“ Schild dranhängte. Sie spannte ihren Schirm auf und machte sich auf den Weg. Auf der gepflegten Promenade vor ihrer kleinen Tierklinik spazierten viele Sims umher, teils mit Hunden, teils mit Kindern, um noch die letzten, schwachen Strahlen der Sonne auszunutzen. Dakaria war besorgt. Das Auftauchen des fremden Vampirs und der Mord an dem Sim auf dem Romantikfestival gestern Abend, liessen ihr keine Ruhe. Die ganze Nacht über hatte sie sich umher gewälzt. Den ganzen Tag über hatte sie versucht ihre Mama zu erreichen. Doch niemand meldete sich an der anderen Leitung. Das war untypisch. Also hatte sie beschlossen heute noch zu ihren Eltern nach Willow Creek zu reisen.

Auf einmal, lautes Kindergeschrei. Daka blieb stehen und wandte ihren Kopf in die Richtung aus der das ohrenbetäubende Gebrüll kam. Ein kleiner Junge sass auf dem Boden, weinte. Seine Mutter die sich zu ihm runter gebeugt hatte, versuchte ihn zu beruhigen, aber er tobte und entwand sich aus ihrer Umklammerung. Doch die beiden waren es nicht mehr länger, denen ihr Interesse galt. Hinter den beiden erkannte sie nämlich eine ihr bekannte Gestalt. Es war der dunkelhäutige Vampir mit den Rastazöpfen!

Dakaria blieb kurz der Atem weg. Mit ihrer Hand umklammerte sie den Stiel ihres Schirms so fest, dass er knacksende Geräusche von sich gab. Wieso… wieso konnte er so völlig Schutzlos in der Sonne stehen? Wieso zog er keine Verbrennungen davon? Er legte den Kopf schief und Lächelte sie an. Wieder so geheimnisvolles Grinsen… Wie sehr sie das inzwischen hasste! Dann sauste er einfach übernatürlich schnell davon. Zum Glück hatte das kein Sim gesehen! Daka atmete zitternd durch und zwang sich ihm zu folgen, aber nicht vampirisch, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Sie rannte so schnell sie konnte über die kleine Holzbrücke die über den rauschenden Fluss mit dem türkisenen Wasser führte und als sie auf der anderen Seite um die Ecke bog, prallte sie unsanft mit jemandem zusammen.

„Hui… sachte, sachte!“ lachte der Sim, den sie sofort als Lucas erkannte, auf. Daka wich überrascht zurück, doch beachtete sie ihn nicht weiter, denn ihre Augen suchten sofort die Umgebung nach dem fremden Vampir ab, der jetzt natürlich über alle Berge war. „Netten Schirm hast du da! Haben die Wetterfritze für heute etwa Regen vorausgesagt?“ meinte Jamilas damaliges Date mit einem belustigten Grinsen.

„Was?“ erschrocken sah sie zu Lucas auf, der sie nun berührte, weil sie mit ihren Gedanken ganz bei Ihresgleichen war. „Alles in Ordnung Daka? Ich darf dir doch Daka sagen, oder? Du kannst mich auch Lu nennen.“ schmunzelte der Blauäugige gut gelaunt und fuhr gleich fort: „Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen.“„Ja…“ sagte sie geistesabwesend und blickte sich um, „hab ich ja auch… irgendwie.“

Der Sim fuhr sich ein paar Mal mit den Fingern durch seine wuschelige, schwarze Mähne, „ups, sehe ich echt so schlimm aus?“  – „Wo ist der… Sim hin der eben hier entlang gerannt ist?“ fragte sie ohne auf seine Frage einzugehen. „Meinst du die Sportskanone mit der niedlichen Flechtfrisur?“„Ja, ja genau der! Wo ist er hin?!“

„Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt!“ rief der Sim erstaunt und machte mit dem einen Arm eine dramatische Geste, dabei fiel Daka auf, dass er unter dem anderen Arm ein auffälliges Buch geklemmt hatte, „der hatte vielleicht nen Tempo drauf! Hat mich fast über den Haufen gerannt!“  – „Lucas, wo ist er hin?!“ hakte die Vampirin ungeduldig nach. „Keine Ahnung, hab ich nicht mitbekommen, weil ich ja dann tatsächlich über den Haufen gerannt wurde.“ In seinen Augen blitzte ein charmantes Zwinkern auf, „und zwar von dir…“ Doch Daka bekam davon nichts mit, da sie versuchte einen Blick auf den Titel des Buches zu erhaschen. Sie konnte nur das Wort „Vampir“ lesen und ihr Herz machte sofort einen unangenehmen Salto. Und darauf gleich einen zweiten, als Lucas sagte: „Irgendwie hab ich den Typen schon mal gesehen.“„Was?!“ schrie sie beinahe, „wann?!“

„Hm… weiss ich nicht…“„Wie du weisst es nicht?! Hast du ihn nun gesehen, ja oder nein?!“„Ja, ich glaub schon. Aber er sah damals ein wenig anders aus.“„Wo hast du ihn gesehen?!“„Kann mich nicht genau erinnern… Aber da war so ein Haus, in diesem Wald…“ „Wald? Was für ein Wald, Forgotten Hollow etwa?!“„Forgotten Hollow…“ er wiederholte den Namen ein paar Mal ganz langsam und nachdenklich, Dakaria zerplatzte beinahe vor Aufregung: „Wart ihr alleine?!“„Nein… ich glaube… ich glaube da war noch eine Simin. Oder zwei. Ja… ja ich erinnere mich! Eine war ziemlich auffällig!“„Inwiefern?!“„Hm… die Augen.“ – „Was war mit den Augen?!“ – „Sie leuchteten… irgendwie.“

Die Vampirin wollte ihm gerne noch mehr entlocken, doch er musste passen und klagte plötzlich über aufkommende Migräne. Daka stutzte, schon damals beim Dreier-Date mit Jamila, als sie ihn ausquetschen wollte, er aber ständig mit „ich weiss nicht“ oder „habs vergessen“ antwortete, war ihr das höchst verdächtig vorgekommen. Also entweder machte er ihr was vor, oder er hatte tatsächlich, wie sie das schon vermutet hatte, sowas wie Gedächtnislücken.

„Was hast du da?“ fragte die Brünette und zeigte auf das Buch, nachdem ein Moment Schweigen zwischen ihnen beiden geherrscht hatte. Sie versuchte möglichst uninteressiert zu klingen, in Wahrheit aber, konnte sie sich vor Neugierde kaum noch halten. „Oh…“, mit einer geschmeidigen Bewegung holte er es hervor, „ nur so ein verstaubtes Buch.“„Darf ich mal rein sehen?“ Ohne zu Zögern reichte Lucas es ihr.

Daka nahm es ehrfürchtig entgegen. In einer alten, schnörkeligen Schrift war „Der ultimative Vampir“ geschrieben. Es war ziemlich dick und schwer und der lederne, aufwändig verzierte Umschlag gab einen starken Geruch ab. Vorsichtig, als hielte sie etwas ganz kostbares in den Händen, blätterte sie darin herum. Tatsächlich, es war ein Vampirbuch. Eine Art… Anleitung… um… Vampirfähigkeiten freizuschalten. Dakaria runzelte die Stirn. Begriffe wie „Bedürfnisse aussaugen“, „Gefühle steuern“ oder „Nebelgestalt“ standen da und noch viele andere, die sie noch niemals zuvor in ihrem Leben gehört hatte. „Was ist das?“ murmelte sie ohne von den kleinen, schwarzen Zeilen auf dem weissen Papier aufzublicken. Lucas zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung, das ist wie Sims-Chinesisch für mich.“

„Und warum hast du es dann?“ – „Ist mir ein Rätsel wie das bei mir gelandet ist. Aber bei mir liegt eh allerhand Gerümpel rum. Hab sogar noch mein erstes Freundschaftsbuch aus der 1. Klasse ge…“  – „Was hast du damit vor?“ schnitt sie ihm das Wort ab und schaute ihn nahezu forschend an. „Meinst du das Freundschafts…“„Nein das Vampirbuch!“ – „Ach sooo!“ Lu grinste neckisch, „dachte schon du wolltest dich ins Freundschaftsbuch eintragen. Hätte mich gefreut.“ – „Lucas, was hast du mit dem Vampirbuch vor?“ wiederholte Daka ihre Frage betont. „Wollts eben in die Biblio bringen… aber wenn du willst, kannst du es haben. Scheinst dich ja dafür zu interessieren.“

„Was ist mit dir?“ bedacht schlug sie die Lektüre zu und liess sie sofort in ihrem Inventar verschwinden, „interessierst du dich denn dafür?“ er schüttelte den Kopf. Sein Gesicht verriet nichts, weder was er dachte, noch was er fühlte. Sie wurde aus Lucas einfach nicht schlau. Beim ersten Zusammentreffen hatte sie an ihm „etwas Dunkles“ gespürt, etwas das er übrigens immer noch ausstrahlte. Eine seltsame Macht die sein Inneres umgab und die sie sich bis heute nicht erklären konnte. Und doch war sie sich irgendwie sicher, dass es vampirischen Ursprungs sein musste. Wieso war er sonst in Besitz eines mysteriösen Vampir-Fähigkeiten-Buches? Das machte doch keinen Sinn?

Und der fremde Vampir? Lauerte er ihr etwa auf? Erst tauchte er auf dem Romantikfestival auf, dann stand er plötzlich in Brindleton Bay vor ihr, mit seinem dämlichen, spitzbübischen Grinsen… Was wollte er? Und vor allem, wer war er? Eins war klar: Er musste eine Art Supervampir sein. Wie sonst konnte er sich in eine Fledermaus verwandeln? Oder völlig Schutzlos in der Sonne stehen? Und was hatte er mit Lucas zu schaffen? Die junge Vampirin dürstete nach Antworten, sie musste sofort zu ihren Eltern reisen und ihnen über alles berichten!

„Daka, warte!“ Lu hielt sie am Arm zurück, als sie sich von ihm verabschiedet hatte und abwenden wollte, „was ist?“ tönte sie ein wenig gereizter als geplant. „Ich hab mich gefragt, ob wir beide vielleicht was trinken könnten?“„Wieso?“ fragte die Brünette überrascht, merkte im nächsten Moment aber selber, wie überflüssig und geradezu dumm diese Frage war. „Auf deinem Profil bei Simship hab ich gelesen, dass du gerne Kaffee magst. Ich auch. Ich liebe Kaffee! Aber nur ohne Koffein! Davon werd ich ganz wuschig!“ Simship? Sag bloss ihr Profil ist dort immer noch online?! Argh… Jamila!

„Ich hab keine Zeit für sowas.“ erwiderte sie knapp. „Oh… ähm… klar… verstehe.“ Daka überlegte, zumindest „sorry“ oder so zu sagen, als er sich beschämt am Hinterkopf kratzte, aber entschied sich dagegen und wünschte ihm stattdessen einen schönen Abend. Der Sim wollte noch etwas sagen, aber sie hatte sich bereits von ihm abgewandt und ihren Weg fortgesetzt.

Doch in Willow Creek bekam sie von der Haushälterin Marta nur in gebrochenem simlish zu hören, dass ihre Eltern vor ein paar Tagen verreist sind und sie weder wisse wann sie zurückkehren würden, noch wohin sie aufgebrochen wären. Dakaria konnte es nicht fassen, dass ihre Eltern einfach so verreisten, ohne ihr Bescheid zu geben und den ganzen Tag schon unerreichbar waren!

Mit gemischten Gefühlen lehnte sie sich mit dem Rücken gegen die Tür und liess ihren Blick über die Strasse zum Strandpavillon schweifen. Was nur, ging hier vor sich? Als sie die untergehende Sonne am Horizont beobachtete, die ihr ein wunderbares Farbenspiel schenkte, konnte sie aus den Augenwinklen plötzlich die vagen Umrisse eines Sims unten am Strand wahrnehmen.

Sie schärfte ihren Blick und bei genauerem Hinsehen stellte sie mit Erschrecken fest, dass es sich nicht um einen Sim handelte, sonder um den fremden Vampir! Wie vom Schlag getroffen stiess sie sich von der Tür ab und in der nächsten Sekunde hatte sie ihm bereits ein „Hey!“ entgegen gebrüllt, „wer bist du?!“ Nervosität stieg in ihr auf. Hatte der fremde Vampir vielleicht was mit dem „verschwinden“ ihrer Eltern zu tun?

Keine Antwort. Nur ein hinterhältiges Grinsen, wieder einmal. Und dann, war er einfach weg! „Verdammt!“ fluchte Daka und preschte hinunter zum Strand, doch von ihm war keine Spur mehr, wieder einmal.

Wütend stampfte sie mit dem Fuss auf. „Zeig dich!“ rief sie aus, „was für ein mieses Spiel spielst du hier?!“ Und dann fuhr sie schier zusammen, als das helle klingeln ihres Handys ertönte. Waren das ihre Eltern? Hastig kramte sie es hervor, doch auf dem Display erschien eine unbekannte Nummer. Eigentlich hatte sie jetzt keinen Nerv für so was, aber vielleicht war es ja ein Notfall? Bemüht, sich ihre Aufregung nicht anhören zu lassen, meldete sich die Tierärztin. Dakaria erkannte die Stimme am anderen Ende sofort wieder…

Doch sein besorgter Tonfall liess nichts gutes vermuten…

… und sein Gesichtsaudruck ebenso…

Behutsam übernahm sie den geschwächten Hund. Er fühlte sich unterkühlt an und hatte kaum mehr Puls. Sein Besitzer war völlig aufgelöst, verstand nicht, was mit seinem Vierbeiner los war.

Daka war sofort klar, Igor hatte sich vergiftet.

„Er wird doch wieder, oder?“ fragte sein Herrchen brüchig, Dakaria antwortete nicht, sondern senkte ihren Blick auf den kleinen Patienten. Ihre Finger hatten sich in sein weiches Fell gebohrt und kraulten es fürsorglich. „Bitte sagen Sie mir, dass Igor wieder gesund wird!“„Bitte…“ bat Daka mit ruhiger Stimme und sah den Sim ernst an, „setzen Sie sich in den Wartebereich.“

weiterlesen… Under my Umbrella

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