22. Kapitel

Red like Fire – part 3 FINALE

verfasst: 02.01.2019

WARNHINWEIS
dieser Text enthält Gewalt

Forgotten Hollow 1842

In der Luft lag der Gestank verbrannten Holzes. Einige Überreste der Hütten und Häuser qualmten noch. Leblos sackte der unbekannte Sim in dieser kalten, aber Schneelosen Winternacht in sich zusammen. „Hoppla, das waren wohl ein paar Tropfen zu viel…“ lachte der Vampir vergnügt und wischte sich mit dem Handrücken das Plasma vom Mund.

„Musste das sein? Direkt vor unserem Haus?“ – „Haus? Wohl eher das was davon übrig geblieben ist.“„Was willst du hier Caleb?“ sie klang genervt. „Fragen wie es dir geht, liebe Schwester.“„Wie soll es mir schon gehen?! Dieser Schuft hat mich belogen und betrogen. Mir mein Herz gebrochen. Wegen ihm habe ich mein Leben als Vampirin aufgegeben. Ich bin traurig und wütend. Ich bin verletzt und zutiefst enttäuscht.“

„Das tut mir leid. Es wird wieder besser. Irgendwann.“ – „Lass es gut sein. Im Trösten warst du noch nie gut, im Lügen übrigens auch nicht. Und jetzt nenn mir den wahren Grund, weshalb du hier bist.“„Eigentlich bin ich gekommen um mich zu verabschieden.“ Er meinte es also ernst. Er wollte sich tatsächlich den Rebellious Vampires anschliessen. Diese verdammte Miss Hell hatte ihm komplett den Kopf verdreht! Lilith erkannte ihren Bruder kaum mehr wieder. Seitdem er zu einem Vampir geworden ist und seine Verlobte Rosemary getötet hatte, war er zu einem gefühllosen Esiklotz mutiert.

Wieder spürte sie einen Stich in ihrem Herzen. Reichte es denn nicht schon, dass sie ihre Eltern, ihre Verwandten, ihre Freunde und ihre erste – grosse Liebe verloren hatte? Musste sie jetzt auch noch ihren geliebten Bruder verlieren? Die Simin kämpfte mit den Tränen. Gut dass er sie nicht ansah, sondern sein Blick auf die Ruine, die einst ihr Haus darstellte, gerichtet war.

„Wann kommst du zurück?“ fragte sie mit brüchiger Stimme. „Weiss nicht. Vielleicht gar nicht mehr.“„Du bist dir doch darüber im klaren, dass ich nur eine begrenzte Lebenszeit als Simin habe, oder?“ Ein spöttisches Grinsen spielte um seine Mundwinkel: „Du hast bestimmt noch 40 oder 50 Jahre zu leben, Unkraut vergeht nicht so schnell. In der Zeit komme ich mal vorbei.“„BlödSim!“

„Wieso gehst du nicht auch, Schwester? Was hält dich noch hier?“„Das ist unser Zuhause.“„Das war unser Zuhause.“„Ich werde es wieder aufbauen.“ Und da wich Calebs ernste Miene kurz einem schwachen Lächeln. „Nun denn, leb wohl, Lilith.“„Warte Bruder! Ich bitte dich um einen Gefallen, bevor du gehst…“

Gegenwart

„Nenn mir einen guten Grund, weshalb ich dir nicht auf der Stelle dein niederträchtiges Herz rausreissen sollte!“ Lilith hielt ihren Unterarm fest über Cedricks Kehle gedrückt und presste ihn so gegen das Geländer.

„Ich kann dir helfen, Lilith.“ Trotz der misslichen Lage in der er sich befand, blieb er gelassen und forderte mit ruhiger Stimme: „Lass mich bitte los.“„Das kannst du dir abschminken, zusammen mit der scheusslichen Mascara die du trägst, du Schwuchtel!“„Bitte sei nicht so laut, sonst hören sie dich noch.“„Halt dein verlogenes Maul und sag mir nicht was ich zu tun habe!“ brüllte die Schwarzhaarige nun geradezu und drückte ihn noch fester gegen die Brüstung.

„Lilith bitte…“ ein kurzes Keuchen huschte über seine bleichen Lippen, „ich möchte mich nicht mit dir anlegen müssen.“„Das hättest du dir vorher überlegen sollen, bevor du mir meinen Sohn weggenommen hast!“ Da eine Diskussion mit ihr aussichtslos war, musste der fast 1000 jährige Grossmeistervampir auf seine Kräfte zugreifen.

Ein einfacher Stoss mit seinen Händen genügte, um die beinahe 800 Jahre jüngere Grossmeistervampirin Meterweit durch die Luft zu schleudern. Kate, die sich immer noch versteckt hinter dem Grabstein hielt, beobachtete mit angehaltenem Atem, wie sie sich in der Luft elegant wandte und beinahe wie Catwoman mitten auf dem Hof landete. „Ist das alles was du drauf hast?!“ kritisierte Lil scharf. Cedrick ging auf sie zu, aber da hatte sich schon Kate blitzschnell zwischen die beiden positioniert und hielt drohend den Holzpflock in seine Richtung.

Wie versteinert blieb er stehen, seine Augen starr auf den Pfahl gerichtet. Auch Lilith, die nun neben Kate auftauchte, machte grosse Augen und verlangte: „Na los! STICH IHN AB! Worauf wartest du!“„Ich steche hier niemanden ab?!“ entkam es der Brünetten, es klang ungewollt erschrocken. „Dann gib mir das verdammte Ding!“„Nein!“„Schätzchen, das ist eine WAFFE, es ist besser wenn jemand sie hat, der weiss wie damit umgehen!“„Sehe ich genauso!“ Lils pinke Augen verengten sich sofort zu Schlitzen doch eher sie einen fiesen Kommentar loslassen konnte, hatte Kate ihr Wort schon an Cedrick gerichtet: „Sie sagten Sie wollen helfen? Wie denn?“„Ich bitte Sie… nehmen… nehmen Sie den Pflock runter… dann… dann erkläre ich Ihnen alles!“

Bei Hannah und Caleb Zuhause

Mit zusammengekniffenen Liedern liess er den Kuss über sich ergehen.

Wieso hatte er nicht einfach den Kopf weggedreht, oder die Blondine, die in Simsjahren gerademal halb so alt war wie er, einfach weggeschoben? Es war ja nur eine ganz sanfte Berührung. Nur ein Spiel. Je länger er sich diesem Spiel jedoch hingab, umso mehr spürte er dass er das Gefühl dieses Kusses kaum ertrug und dennoch, unbedingt wollte. Also brach er ab.

Die zu ihm empor gehobenen Lippen entfernten sich sofort und er konnte durchatmen, bevor er die Augen nur äusserst wiederwillig öffnete. Doch er blickte nicht wie erwartet in Meeresblauen Augen… Es waren braune Mandelaugen die glänzten und ihn voller Hingabe anlächelten. Und was war mit den weizenblonden Haaren passiert? Sie hatten sich plötzlich kastanienbraun gefärbt! Caleb ging sofort einen Schritt auf Abstand als er erkannte dass nicht Hannah vor ihm stand, sondern…

Der verwirrte Vampir schüttelte den Kopf, blinzelte heftig…

… Und dann stand da auf Einmal wieder die Blondine vor ihm, in ihrem Rüschen-BH und schaute ihn entsetzt an. „Was…“ stammelte er betreten.

Nach ein paar Sekunden hatte er sich wieder gesammelt und stiess ein aufgeregtes „Hannah!“ heraus. „Shit!“ entwich es der Blonden ebenso aufgeregt. Scheinbar war auch sie mit der Situation Hoffnungslos überfordert. „OMG sorry das… das wollte ich nicht!“ stotterte sie hinter hervorgehobener Hand. Auf seine Frage weshalb sie es denn getan hätte, fuhr sie sich erst ein paar Mal nervös durch die Haare, die sich so allmählich aus ihrem kleinen Pferdeschwänzchen gelöst hatten und flennte dann: „Man! Ich wollte das doch nicht! Scheisse ich… ich musste das tun!“

„Was? Warum?“ Caleb machte wieder einen Schritt auf sie zu, als er sah wie aufgewühlt sie wurde. Die junge Mama wich seinem intensiven Blick aus, wollte sich am liebsten umdrehen, aber er hielt sie an beiden Oberarmen fest und fragte mit eindringlicher Stimme: „Hannah, was ist los?“

Keine 3 Minuten später, nachdem er sich von seinem beinahe – Herzinfarkt erholt hatte, stand er bereits an der Tür. Seine Hand entschlossen nach der Türklinke ausgestreckt, als er Hannahs auf seiner Schulter spürte. „Warte.“ hörte er sie ängstlich, ja fast flehend sagen. „Sorry… e-es tut mir so leid!“„Es ist nicht deine Schuld Hananh.“„Bitte geh nicht! Du kannst Ava und mich doch nicht alleine lassen!?“ Als Caleb sich zu ihr umdrehte, musterte sie ihn von Kopf bis Fuss, weil es für sie das erste Mal war, ihn in seiner (rattenscharfen) Vampirform zu sehen.

„Ich muss aber. Ihr seid hier sicher. Häng ein paar Knoblauchzöpfe draussen auf, schliess die Tür ab und lass niemanden rein.“„Aber…“„Wir sind im Morgengrauen zurück.“ er klang zuversichtlich. Doch die Sorge wollte einfach nicht aus ihren blauen Augen verstreichen, also fügte er noch schnell „mit Elijah.“ hinzu.

„Und… wenn nicht?“„Wir werden da sein.“ aufmunternd legte Caleb ihr eine Hand auf die Schulter und sagte sanft: „Alles wird gut.“ Dann wandte er sich ab und öffnete die Tür, aber die Blondine hielt ihn erneut auf.

„Warte! Ich… ich wollte mich noch bei dir bedanken…“ „Wofür?“„Ähm… für alles halt. Du weisst schon… die Geburt von Ava und… naja dass wir halt hier sein können…“ stakste sie etwas unbeholfen. „Das ist doch selbstverständlich.“ Caleb wollte endlich gehen, aber sie liess ihn immer noch nicht.

„Das mit dem Kuss…“ fing sie zögernd an, „das… bleibt doch unter uns oder? Ich mein… wir sind doch damit cool, oder?“ Er lächelte schwach, versuchte es zumindest: „Natürlich. Wir sind… sowas von cool damit.“„Cool!“ Erleichterung breitete sich auf ihrem schönen Gesicht aus. Dann grinste sie: „Ist mir nämlich echt peinlich… ich hab noch nie so nen… alten Sim geküsst, weisst du?“

Calebs sowieso schon misslungenes Lächeln, verging sofort als er das Wort alt hörte, aber um sich darüber noch weitere Gedanken zu machen blieb jetzt keine Zeit, stattdessen wies er sie an, sich nun endlich etwas überzuziehen, ehe er sich auf den Weg zur Straudischen Villa machte.

Bei Kate und Lilith

Die Tür zur Villa ging auf und Cedrick lugte winkend heraus. „Die Luft ist rein. Meine Schwester und Vladislaus sind oben, tretet ein.“„Nicht so schnell!“ hielt Lilith die Brünette energisch am Ärmel zurück eher diese, naiv wie sie war, seiner Forderung nachkommen konnte.

„Ich trau dir nicht!“ knurrte sie in Cedricks Richtung und warf ihm vernichtende Blicke zu. „Jetzt auf einmal, nach fast 1000 Jahren, willst du einer von den Guten sein?! Das ich nicht lache!“ Cedrick, der nun in der Tür stand und ihren Blicken standhielt fragte: „Es ist wegen damals, oder? Das ist so lange her, können wir das nicht… vergessen?“„NIEMALS!“ schrie sie so laut, dass Kate zusammenzuckte. „Ich werde niemals vergessen!“ Liliths Schultern hoben und senkten sich in Rhythmus ihrer tiefen Atemzüge. Kate glaubte sogar ganz kurz Tränen in ihren Augen glitzern zu sehen. Abwechselnd sah sie die beiden Vampire an, sie hatte keine Ahnung was hier vor sich ging und konnte nur Mutmassungen anstellen…

Doch plötzlich spürte sie wie ihr etwas aus der Hand entrissen wurde. Ihr Herz rutsche ihr in die Hosen, als sie begriff was es war. Es war der Holzpflock! Lilith hatte sich den Holzpflock geschnappt! „Merk dir eins Schätzchen, wenn du eine Waffe in der Hand hast, solltest du niemals zögern!“ Panik kam in Kate auf, als Lilith den Pfahl auf den Rothaarigen richtete. „Nein Ms. Vatore! Tun Sie bitte nichts Unüberlegtes!“ die Brünette machte einen beschwichtigenden aber vorsichtigen Schritt auf sie zu, doch als sie die Pfahlspitze direkt vor ihrer Nase hatte, wich sie vampirisch zurück. Verdammt! Calebs Schwester hatte nicht nur eine Waffe, sondern auch ordentlich einen an der Waffel! „Los! Geh in den Keller und hol Elijah!“ befahl ihr Lilith, dann packte sie Cedrick hinten am Kragen und schubste ihn so heftig ins Hausinnere, dass er ins Stolpern geriet. „Ms Vatore!“„Halt den Rand und tu was ich dir gesagt habe, SOFORT!“„Bitte Lilith…“ versuchte es nun auch Cedrick, aber verstummte sofort wieder, als sie ihn mit der Spitze des Pflocks auf seiner Brust in Schach hielt: „Eine falsche Bewegung und du bist tot!“

„Wieso kommst du erst jetzt, verdammt!? Weisst du wie lange ich in der scheiss Kiste eingesperrt war?!“ ging der junge Vampir Kate direkt an, kaum hatte sie den Deckel des Sargs geöffnet. Sie war so perplex, dass sie kein Wort über ihre Lippen brachte.

„Was glotzt du mich so an?! Erwartest du etwa immer noch ne Entschuldigung, dass ich dich zu nem scheiss Vampir gemacht habe? Tja wird nicht passieren Süsse!“ Die Brünette musste sich ganz schön zusammenreissen, ihm nicht eine deftige Ohrfeige zu verpassen. War das sein verdammter Ernst?! Statt sich zu bedanken, dass sie sich seinetwegen in Gefahr brachte, um sein kümmerliches Leben zu retten, beschwerte er sich und pöbelte sie dann auch noch blöd an?!

„Auf deine nicht ernstgemeinte Entschuldigung kann ich verzichten!“ keifte sie zurück. „Und hättest du mir von Anfang an klare Bilder telepathisch… übermittelt… oder was auch immer das war, dann wären wir viel eher gekommen!“„Wir?“„Ja! Deine Mutter ist oben… und sie ist vollkommen übergeschnappt!“

Kate war sich nicht sicher, ob er ihren letzten Satz mitbekommen hatte, da er plötzlich zu torkeln begann. Noch bevor ihm die Knie wegsackten und er drohte wieder in den Sarg zu kippen, war es ihr gelungen ihn zu halten. „F*ck… Ich… ich brauche Plasma…“ So sah er auch aus. Er wirkte bleich, ausgemergelt und konnte sich kaum auf den Beinen halten. „Hier.“ sie hielt ihm eine Plasmafrucht hin. „Was soll die Scheisse, ich will echtes Plasma!“„Das oder nichts!“ zischte sie und liess ihn sofort wieder los. Wer so reden kann, kann auch selber stehen! Idiot!

Grantig griff er nach der Frucht und saugte sie in Rekordzeit auf. Ganze 5 Stück verputzte er und rülpste dabei zwischendurch. Angeekelt schaute sich die Vampirin um und fragte sich, was oder wer sich wohl in den anderen Särgen befand… „Wo ist Blondi?“ – „Hannah ist in der Eisenhutvilla, beim Baby.“„Bei welchem Baby?“ und da fiel Kate ein, dass er ja noch gar nichts von seinem Vaterglück wusste.

So ein Mist! Sie wollte wirklich nicht diejenige sein, die ihm so eine persönliche Nachricht überbrachte. Jedem anderen gerne, aber nicht diesem Idioten hier. Aber da er sich mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht einfach so in Luft auflösen würde, egal wie sehr sie es sich gerade wünschte, blieb ihr wohl nichts anderes übrig…

„Verscheisserst du mich?!“ das fragte Elijah nun zum dritten Mal. Der blonde Vampir sass auf dem Boden, weil die Nachricht ihn dermassen überrumpelt hatte, dass Kate schon befürchtete, er würde gleich wieder ohnmächtig werden. „Krass…“ lachte er leise und ungläubig auf. „Krass! Ich bin Vater! Kannst du dir das vorstellen?!“„Nein.“ –  „Wie sieht sie aus?“„Sie… sie hat deine Augen.“ Die Blässe auf seinem Gesicht war längst einem hellen Strahlen gewichen und seine Augen leuchteten mit dem flackernden Kerzenlicht um die Wette. „Ich hoffe der Rest ist von Hannah.“ fügte die Brünette noch hinzu, aber so dass er es nicht hörte. „Wie heisst sie?“ bohrte Elijah weiter nach. „Hast du nen Foto?“ Kate schüttelte den Kopf. „Nein, aber du wirst sie ja gleich kennen lernen, komm jetzt!“ sie bückte sich und zog ihn hoch.

Doch der junge Vampir bewegte sich keinen cm. „Falls ich hier draufgehe, will ich vorher zumindest wissen wie meine Tochter heisst! Also Süsse, raus damit!“ Die Brünette antwortete erst nach eine Schrecksekunde: „Niemand wird hier draufgehen!“

„Also?!“„Ava-Theodora.“„What?“ – „Deine Tochter, sie heisst Ava-Theodora!“„Nicht dein f*cking Ernst, oder?! Was ist das denn für ein scheiss Name?!“

Als Kate mit Elijah im Schlepptau wieder oben im Foyer angekommen war, fand sie die beiden verkrachten Vampire immer noch so vor, wie sie sie vor ein paar Minuten zurückgelassen hatte. Cedrick in Liliths Schwitzkasten, mit dem Pfahl auf seiner Brust gedrückt. Zur Begrüssung warfen Mutter und Sohn einander nur Blicke zu und murmelten „Elijah.“ bzw. „Mum.“ Ok mit grossartigem Wiedersehensgeplänkel hätte Kate eh nicht gerechnet, aber das empfand sie schon als recht… lieblos… aber jedem das seine. Ihr war es eigentlich ganz recht so, denn sie wollte so schnell wie möglich von hier verschwinden. Wobei ihr Erschaffer alles andere als schnell unterwegs war. Er hatte einen Arm um Kates Schultern gelegt und liess sich von ihr quasi nach draussen schleifen.

„Danke dass du mich am Leben lässt. Ich weiss das sehr zu schätzen.“ Cedrick war Lilith nach draussen gefolgt, nachdem Kate und Elijah das Haus verlassen hatten und Lil ihn grob von sich gestossen hatte. „Ich werde mir was einfallen lassen um Odessa und Vlad abzulenken. Kommt gut nach Hause.“ Der Hutträger legte ihr eine Hand auf die Schulter, damit sie stehen blieb. „Es tut mir leid wie alles damals gelaufen ist. Ich hoffe du kannst mir eines Tages verzeihen.“ sagte er kleinlaut.

Die Vampirin drehte sich zu ihm um, hielt ihm den Pfahl vors Gesicht und verzog ihre Mundwinkel zu einem boshaften Lächeln: „Dieser Pflock wird noch vor dem Morgengrauen das Herz von Vlad durchbohren.“ sie machte eine dramatische Pause um ihre Worte wirken zu lassen: „Du weisst was das bedeutet, oder?“ Cedrick öffnete den Mund, als wollte er etwas sagen, doch die Worte blieben ihm im Halse stecken. Die Schwarzhaarige beugte sich vor, als wollte sie ihn küssen, doch stattdessen hielt sie ihre Lippen an sein Ohr und wisperte: „Wie du mir, so ich dir.“ Dann hatte sie sich vampirisch schnell davon gemacht.

„Los gehen wir!“ meinte sie zu Kate und Elijah, die beim Tor auf sie gewartet hatten und sah sich nochmals nach Cedrick um. „Ms. Vatore, ich hätte gerne den Pfahl zurück.“„Später Schätzchen.“

Als Cedrick aufgelöst zurück ins Haus trat, kam gerade seine Schwester die Treppen hinunter. Sie bemerkte seinen besorgten Gesichtsausdruck sofort. „Bruderherz, wo kommst du denn her?“„Wer?! Ich meine… ich… ich war draussen… mit dem Wolf spielen.“„Und wo ist der Wolf jetzt?“„Ähm… gute Frage… welche Simswelt liegt östlich von hier?“

„Brindleton Bay, warum?“„Na da ist der Wolf jetzt… vermutlich.“ Cedrick legte ein entschuldigendes Lächeln auf. „Rick, warst du etwa wieder hinter Vladislaus Schnapps Bar?“ wollte sie von ihm mit hochgezogener Augenbraue wissen, „du weisst doch dass du keinen Alkohol verträgst, oder?“„Ja… ich meine nein!“ er schüttelte den Kopf so heftig, dass beinahe der Zylinder herunterfiel. „Ich war natürlich nicht hinter der Schnapps Bar!“

Seine Schwester runzelte die Stirn und schaute ihn einen Momentlang prüfend an, bevor sie sagte: „Ich seh mal nach unseren Gefangenen.“„Nein Odessa!“ rief er ihr hinterher, als sie schon im gehen war, „ich eh… war gerade unten, es ist alles in Ordnung!“ Die Rothaarige blieb stehen, drehte sich aber nicht um: „Ich dachte du hättest draussen mit dem Wolf gespielt?“„Ja! Hab ich ja auch… ich meine… ich hab davor nach ihnen gesehen!“ Jetzt wandte sie sich zu ihm, musterte ihn noch eindringlicher. Cedrick hielt den Atem an, als sie übernatürlich schnell im Keller verschwand und keine 5 Sekunden später wieder vor ihm stand.

„Was hast du getan Cedrick?“ fragte sie mit ruhiger Stimme, doch er konnte spüren dass sie innerlich vor Wut brodelte. Ihr Bruder antwortete nicht, sondern senkte den Blick. „Oh Cedrick… Vladislaus wird sehr böse sein und wenn er böse ist, tut er schreckliche Dinge.“ Cedrick nickte schwach. „Aber du brauchst keine Angst haben, mein lieber Bruder. Ich werde nicht zulassen dass er dir etwas antut, denn…“ Odessa umfasste sein Kinn und drückte es nach oben, so dass er sie ansehen musste „… ich werde ihm zuvorkommen…“

Noch eher Cedrick ihre Worte richtig auffassen konnte, hatte sich ihre Hand schon wie ein Messer durch seinen Oberkörper hindurch gerammt. Durch seinen Anzug, durch seine Haut und durch sein Musekelgewebe. Odessas Faust umfasste sein schlagendes Herz und riss es ihm aus der Brust…

Caleb war den ganzen Weg bis hier hin gerannt. Vor der Villa musste der Vampir erst wieder zu Atem kommen. Die Eingangstür stand einen Spalt weit offen. Er trat vorsichtig ein, sah sich um und da bot sich ihm auch schon ein grausiges Bild.

Der rothaarige Vampir, den er als Cedrick Winchester kannte, lag in einer Blutlache. Caleb ging neben ihm in die Hocke. Seine Augen waren starr, aber weit aufgerissen, in seiner Brust klaffte ein Faustgrosses Loch. Wer hatte ihm das angetan? ‚Lilith!‘ Sein Puls schnellte in die Höhe und sofort versuchte er diesen Gedanken zu verdrängen. Dennoch breitete sich ein ungutes Gefühl in ihm aus. Eine Ahnung, dass dies heute Nacht nicht die einzige Tragödie sein wird. Caleb erwies dem toten Vampir die letzte Ehre, richtete sich auf und eilte in den Keller.

2 Särge standen offen, doch sie waren leer. Aber Caleb spürte, dass er nicht alleine hier unten war. Jemand oder etwas näherte sich ihm rasch von hinten, auf das allerschlimmste vorbereitet, fuhr er herum und blickte direkt in zwei grünlich-gelbe Schlangenaugen, senkrecht geteilt durch schwarze, schlitzförmige Pupillen…

Den halben Weg hatten sie bereits hinter sich. Sie ärgerte sich. Wessen Sohn ist das hier eigentlich?! Warum musste sie ihm beim Gehen helfen?! Wo blieb Madame überhaupt? Kate hielt mit dem geschwächten Elijah an und schaute sich nach ihr um. Sie stand ein paar Meter hinter ihnen und blickte den Hügel hinauf, zum straudischen Anwesen. „Ms. Vatore?“ rief sie ihr zu. Lil machte eine Handbewegung, als wollte sie die beiden weiterschicken. „Geht schon mal vor, ich hab noch was zu erledigen.“„Was?!“ Die Brünette liess Elijah sofort los, so dass er beinahe umgefallen wäre und preschte zur Schwarzhaarigen.

„Ms. Vatore, Sie wollen doch nicht zurück?!“ platzte es aus ihr heraus, ihr Atem ging abgehackt: „Wir konnten Ihren Sohn retten, niemand wurde verletzt, alles ist gut, es ist vorbei!“„Garnichts ist vorbei!“ stiess Lilith zwischen zusammengepressten Zähnen hervor. „Es ist erst vorbei wenn Vlad den letzten Atemzug getätigt hat!“ – „Was? Aber wieso?!“

„WIESO?! Was glaubst du was los sein wird, wenn der Alte und sein roter Drachen heruasfinden, dass wir Elijah befreit haben? Sie werden uns jagen und töten!“ – „Aber es muss doch eine andere Lösung…“ – „Der Tod ist die einzige Lösung!“ fiel Lilith ihr ins Wort. „Und jetzt geh mir aus dem Weg!“„Nein!“ Die Jüngere gab sich furchtlos, doch als erneut der Pfahl zwischen ihnen auftauchte, blieb ihr die Spucke weg.

„Ich sagte, geh mir aus dem Weg!“ wiederholte die pinkäugige Vampirin mit drohendem Unterton und machte einen Schritt auf sie zu…

„Du?!“ Caleb stutzte einen Augenblick „was machst du denn hier?!“

„Oh oh… begrüsst Sim so etwa seine Mentorin?“

„Freust du dich denn gar nicht mich zu sehen?“ säuselte Miss Hell ihm zu und ihr Gesicht kam dem seinen gefährlich nahe. Dann spürte er ihre Hände auf seiner Hüfte und wehrte sie sofort ab: „Lass das!“

„Ach wie schade dass ich keine Vampirenergie habe, sonst würde ich doch glatt wieder den Vapircharme aktivieren!“ Die Vampirin mit der auffälligen Frisur lachte amüsiert auf: „Du bist so ein Spielverderber Caleb, früher hatten wir viel Spass… und das ganz ohne Charme.“ sie zwinkerte anzüglich, während bei ihm schon Reue und Abschaum aufkamen.

Gerade als er von ihr wissen wollte, ob sie für Cedricks kaltblütigen Tod verantwortlich ist, begann sie zu taumeln, schwankte ein paar Schritte und stürzte dann schwer auf den Teer. Nach ein paar Plasmafrüchten ging es ihr aber wieder besser. Beide sassen nebeneinander auf dem Boden, den Rücken gegen die Wand gelehnt. Caleb erfuhr, dass seine Erschafferin seit der Halloweenparty im Jahre 2017, als er zusammen mit Katerina und Lilith wegen den Zutaten für den Vampirheiltrank hier war, im Sarg eingesperrt war. „Er sagte ich hätte gegen irgendwelche lächerlichen Regeln verstossen! Der hat sie doch nicht mehr alle! Er ist viel zu alt um zu regieren, der sollte schon längst in Rente gehen!“ schimpfte Miss Hell und donnerte die halb aufgesaugte Plasmafrucht gegen die Wand. „Hast du das so zu Vlad gesagt?“ Caleb musste unbeabsichtigt schmunzeln „kein Wunder hat er dich in den Sarg gesperrt.“ Dann stand er auf, reichte ihr die Hand und half ihr hoch.

„Wie bist du da eigentlich wieder rausgekommen?“ er machte eine Kopfbewegung Richtung Sarg. „Ach, so ne Brünette hat mich raus gelassen.“ Caleb weitete die Augen: „Katerina?“ Sein Gegenüber beäugte ihn kurz mit gekrauster Stirn und zuckte dann mit den Schultern. „Was weiss ich, wir haben uns einander nicht höflich vorgestellt! Aber dein rotziger Neffe war dabei!“

„Gott sei Dank!“ atmete er erleichtert aus, spürte förmlich wie der Ballast von ihm abfiel. „Du bleibst deinem Beuteschema wohl immer treu, was?“ lachte die Schlangenäugige nun wieder kokett und stiess ihn sanft mit dem Ellenbogen an. „Braune Haare, braune…“„Wir sollten jetzt gehen!“ unterbrach er sie mürrisch.

„Oh ich werde nirgends hingehen. Erst mach ich den Alten kalt.“„Wie bitte?!“„Du hast schon richtig gehört, Caleb. Ich werd ihn ins Jenseits befördern.“ Voller Vorfreude rieb sie sich die Hände. „Was redest du da? Wie willst du das anstellen, du kannst nicht einmal aufrecht stehen?!“

„Lass das mal meine Sorge sein Süsser. Der Dreckskerl kommt mir jedenfalls nicht ungeschoren davon.“ Miss Hells Gesicht verzog sich zu jener diabolischen Maske, die er noch von früher nur zu gut kannte. Sie galt, zusammen mit ihrer Gang den Rebllious Vampires, zu denen er auch eine Zeitlang gehört hatte, als eine der meist gefürchtetsten Vampire. Sie hatte unvorstellbar grausame Dinge getan, welche ihn noch lange danach in seinen Träumen verfolgten. Aber trotzdem war sie, ungeachtet ihres jetzigen Zustandes, kaum in der Lage gegen den mächtigen Urvampir Vladislaus Straud anzutreten.

Doch ehe er ihr ins Gewissen reden konnte, damit sie wieder zur Vernunft kam, gingen alle Kerzen auf einem Mal aus und es wurde plötzlich stockdunkel im Keller. Lediglich Miss Hells leuchtende Augen stachen aus der Finsternis heraus. Caleb brauchte einen Moment um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.

„Er ist hier.“ hörte er sie noch sagen und dann ertönte ein klägliches Röcheln. Er verstand erst gar nicht was geschehen war, Miss Hells Augen waren weit geöffnet und aus ihrem Mund rann Blut. Sie kippte vornüber auf ihn zu, er fing ihren Körper auf, aus dem jegliches Leben gewichen war. Sachte liess er ihn auf den Boden gleiten, der sich unter ihr sofort Blutrot färbte. Der Schock hing in seinen Gliedern und während er ihn zu verarbeiten versuchte, nahm er ein dürres Beinpaar in dunklen Hosen neben der Vampirleiche war. Caleb schaute auf…

Eilig flog die Fledermaus durch die Luft, die straudische Villa fest im Visier. Gerade als sie zum Landeanflug ansetzen wollte, tauchte plötzlich eine zweite Fledermaus auf und fing an, sie hinterhältig zu attackieren. Immer wieder stiess die Angreiferin mit ihren kleinen Klauen zu und versuchte zuzubeissen, so dass sie schnell an Höhe verlor und der Boden von Sekunden zu Sekunde immer näher kam. Sie stürzte ab… 

„Den Rest schaffst du doch alleine, oder?“ Kate stand nervös neben Elijah. „Es ist ja nicht mehr weit bis nach Hause.“

Er nickte, schaute aber alles andere als optimistisch drein. „Dann los, deine Tochter wartet!“ versuchte die Brünette ihn zu ermutigen und schenkte ihm sogar noch ein ehrliches Lächeln. Sie wartete noch bis er hinter dem Gestrüpp verschwunden war, dann drehte sie sich um, atmete einmal tief durch und flog als Fledermaus zurück zum straudischen Anwesen…

Caleb konnte nur noch ächzen, als er den harten Aufprall an der Backsteinwand spürte. Vladislaus hatte ihn mit beiden Händen am Kragen seines Hemdes gepackt, gegen die Mauer gedrückt und funkelte ihn derart böse an, dass Celeb annahm er könnte jetzt Abschied nehmen. Doch stattdessen keuchte er: „Was ist… bring es zu Ende!“

Der alte Vampir grinste, liess ihn abrupt los und Caleb rutschte einfach an der Wand hinab. „Du kleiner Wicht!“ lachte Vlad leise auf. „Ich würde dich ja liebend gerne zu einem Duell herausfordern, aber da es dir an Vampirkräften mangelt, würde mich das vermutlich zu Tode langweilen!“ Seine tiefe Stimme hallte durch das Kellergewölbe. Caleb hätte gerne etwas zurückgeschossen, aber es fehlte ihm sowohl an Luft, als auch an Worten. „Nun bist du nichts weiter als ein erbärmlicher Sim. Ein erbärmlicher Sim der Plasma säuft.“ Vlad beugte sich, griff ein weiteres Mal nach seinem Kragen und zog ihn unsanft auf die Beine.

Ihre Nasenspitzen berührten sich beinahe. „Was willst du?“ knurrte Caleb. „Ich will dass ihr alle bezahlt. Ihr habt mich bestohlen und belogen, meine Regeln geberochen. Miss Hell war die erste die daran glauben musste. Jetzt knöpfe ich mir deine intrigante Schwester vor, dann ihren vorlauten Spross und am Schluss deine hübsche Cousine… oder sollte ich lieber sagen… Verehrerin?“

Caleb fauchte gefährlich und versuchte sich mit aller Macht von Vlads eisernem Griff zu lösen, doch es gelang ihm nicht. „Dann statte ich der Eisenhutvilla einen Besuch ab. Mal sehen was ich mit der niedlichen Hannah anstelle und deiner kleinen, unschuldigen Grossnichte. Und am Ende fackle ich das Haus ab, genau wie damals!“ Der Urvampir lachte schrill auf und es klang, als sei er nicht ganz bei Verstand. „Und weisst du was das Beste ist mein Freund? Du sollst mir dabei zusehen wie ich alles auslösche, was dir je etwas bedeutet hat.“ erneutes wiederliches Gelächter: „Ganz am Schluss werde ich natürlich auch dich töten Caleb. Ich werde dich vom Bauch bis zur Kehle aufschlitzen und dich wie ein Schwein ausweiden!“

„Steh auf!“ rief eine weibliche Stimme unwirsch. Der Aufprall auf den Boden war hart. Ihr Kopf dröhnte, doch Lilith konnte es sich nicht erlauben schlapp zu machen, vor allem nicht, als sie das verschwommene Stiefelpaar vor ihrem Kopf, Odessa zuordnen konnte. Sie war es also, die sie als Fledermaus angegriffen und zum Absturz gebracht hatte. Trotz aller Bemühungen kam die Schwarze nur langsam und wankend auf die Beine. „Na endlich! Wurde aber auch Zeit!“

Auch der Versuch der Rothaarigen eine reinzuhauen scheiterte kläglich. Odessa schaute sie gespielt besorgt an und lachte: „Huch… Geht es dir gut Lilith? Wüsste ichs nicht besser, würde ich meinen du seist total blau!“

„Elendes Miststück!“ würgte Lil hervor, als der Schwindel vorüber war und sie wieder klar sehen konnte: „Dein dämliches Lachen wird dir noch vergehen!“„So so, das werden wir ja noch sehen. Nun hab ich aber was für dich. Ein Geschenk.“ Sie holte etwas aus ihrem Inventar und hielt es Lilith unter die Nase. Erst bei näherem Hinsehen erkannte diese, dass es sich um ein Herz handelte, ein echtes. „Von meinem Bruder Rick.“ erklärte Odessa mit einem teuflischen Grinsen. „Ich weiss genau wie sehr du es dir damals gewünscht hast. Nun, jetzt hat er keine Verwendung mehr dafür. Es ist deins.“ Etliche Sekunden vergingen, eher Lilith begriff und ihre Stimme wiederfand. „Du bist… krank…“

Dann aber, kochte ihre Wut wieder hoch und sie schlug Odessa das Herz aus der Hand. Es landete, wie ein vollgesogener Schwamm, platschend auf dem Boden.

„Was bist du bloss für eine kranke Psychopatin!“ schrie Lil wie von Sinnen. „Ich mach dich fertig!“„Na dann komm doch! Zeig mir was du kannst Lilith!“

… und dann gingen die beiden Vampirinnen, fauchend und zähnefletschend wie zwei wildgewordene Tiere, aufeinander los.

Beide wussten, der Kampf ist erst dann zuende, wenn eine von ihnen tot ist…

Die Sonne stieg langsam über die Bergspitzen empor und tauchte den Himmel über das kleine Forgotten Hollow in ein fast unwirkliches Licht.

Vladislaus schlug die Tür auf und schleifte Caleb, der sich vergeblich wehrte, energisch hinter sich her. Dann schubste er ihn so grob auf den Vorplatz, dass dieser umfiel. Während Caleb noch am Boden lag, entdeckte er seine Schwester, die mit Odessa unweit in einem epischen Vampirkampf verwickelt war. „Lilith!“ schnell raffte er sich auf und wollte ihr helfen, doch Vlad stiess ihn barsch zurück auf seinen Platz. „Hier geblieben mein Freund! Du stehst hier bestens, nämlich in der ersten Reihe, wenn ich einen nach dem anderen abschlachte!“

Der Graf setzte seine Kräfte ein und befahl dem Vampir auf der Stelle zu stehen. Caleb versuchte einen Schritt vorwärts zu machen, aber seine Beine gehorchten ihm nicht mehr. Aber nicht nur das, dass Sonnenlicht blendete ihn und es fing an weh zu tun… Sehr weh.

Die zarte Morgensonne brannte wie Feuer auf seiner Haut.

Sofort nahm er Katerinas Sonnenschirm hervor. Vladislaus fing an zu lachen, so stark dass er sich krümmte. Nachdem der Alte sich von seinem Anfall erholt hatte, ging er auf den jüngeren Vampir zu. „Den brauchst du jetzt nicht mehr.“ er entriss Caleb den Schirm, brach ihn entzwei und schleuderte ihn von sich.

Seine schmalen Lippen verzogen sich zu einem barbarischen Grinsen, als Caleb sich mit seinen Armen versuchte zu schützen…

Lilith stöhnte, als sie ein weiteres Mal auf den Rücken geworfen wurde. Sie wusste nicht wie lange sie das noch durchhalten konnte. Also zog sie, keuchend vor Anstrengung, den Holzpflock hervor. Und tatsächlich, die Rothaarige stutzte eine Sekunde als sie den Pflock sah, aber Lilith war einfach schon zu geschwächt und zu langsam um ihn einsetzen zu können. Odessa schlug ihn ihr einfach aus der Hand und dann setzte sie sich mit gespreitzten Beinen auf ihren Bauch. Lil musste dabei stark husten. „Was für ein nettes Spielzeug, darf ich fragen was du damit vorhast, liebe Lilith?“„Der… ist… für Vlad… gedacht.“ presste diese ächzend hervor. „Ich hätte dich wirklich für intelligenter gehalten!“ ein höhnisches Lachen entschlüpfte Odessa, „wenn Vlad gepfählt wird, dann sterben auch gleich alle Vampire die er jemals verwandelt hat. Weisst du das etwa nicht?“

Der Pfahl landete vor Kates Füssen, die eben eingetroffen war. Wie vom Schlag getroffen starrte sie auf die beiden Vampirinnen, es sah so aus als hätte Liliths letztes Stündlein geschlagen. Schnell bückte sie sich, wollte den Pfahl aufheben und ihr helfen, aber dann sah sie gute 15 Meter weiter vorne Caleb in der Sonne stehen. Caleb? In der Sonne? Ohne Entchenschirm? Sie kniff die Augen zusammen um besser sehen zu können. Oh mein Gott, sind das etwa… Funken? Lil und der Pflock waren schnell vergessen. Vampirisch sauste sie zu ihrem Schwarm.

„Caleb!“ rief sie entsetzt „Was machst du hier?! Wo ist dein Schirm? Du… du musst schleunigst aus der Sonne!“ schnell umklammerte sie seinen Arm, wollte ihn aus der Sonne zerren, doch er schien wie am Boden festgefroren zu sein. „Komm! Du musst in den Schatten… du…“ –  „Katerina hör mir zu!“ schnitt er ihr hastig das Wort ab. „Sieh mich an! Katerina sieh mich an!“ verlangte Caleb und als sie es nicht tat, packte er sie bei den Schultern und schüttelte sie sachte. Kate schaute ihn daraufhin an und erschreckte. Der Schmerz musste unerträglich sein, doch versuchte er sich davon nichts anmerken zu lassen, sie aber, konnte ihn in seinen Augen ablesen.

„Ich will dass du dich in Sicherheit bringst!“ sagte er mit fester Stimme. „Nein!“ widersprach die Brünette. „Ich bringe dich jetzt in den Schatten!“ sie glaubte ihm den Arm auszureissen, als er gequält aufstöhnte. „Wieso kommst du nicht mit, verdammt?!“„Katerina, ich kann hier nicht weg, ich stehe unter vampirischem Einfluss!“ Immer noch zog sie an ihm herum, tat so als hätte sie ihn nicht verstanden, wollte ihn nicht verstehen, doch dann sagte er laut und deutlich: „Ich werde hier sterben!“ Abrupt hörte sie auf, blickte ihn wieder an und hätte beinahe gelacht, doch angesichts seiner Ernsthaftigkeit die in seinem Gesicht stand, verkniff sie es sich gerde noch. „W-was redest du da für einen Unfug?“ Calebs Mundwinkel bewegten sich leicht, als wollte er ewas sagen, doch er blieb stumm. Plötzlich sprühte ein Funken auf, liess ihn zusammenzucken und auch Kate erschrak und wich kurz zrück. Dann stiegen ihr Tränen in die Augen.

Nein? Nein! NEIN! Er darf nicht sterben! Es kann nicht sein dass er sterben soll! „NEIN!“ schrie sie schrill. Wasser! Sie brauchte Wasser, oder zumindest was Flüssiges. Sofort! Ihre Hand griff ins Inventar, hektisch holte sie ein Plasmapack nach dem anderen raus. Riss es auf und schüttete es ihm planlos über den Kopf. Sogar den Vampirheiltrank. Ihre Hände zitterten dabei so stark, dass die Hälfte der Beutel zu Boden fiel. Fluchend hob Kate sie wieder auf, ihr Herz pochte zum Zerspringen. „Katerina, hör auf damit!“ befahl Caleb. „Verschwende nicht das wertvolle Plasma, du kannst es nicht aufhalten!“ Nein, nein, nein! Sie wollte das nicht hören! „HALT DEN MUND!“ ging sie ihn an. Ihre Angst war längst in greller Panik ausgeartet. „Geh endlich! Katerina, ich will das du gehst!“ hörte sie ihn rufen, obschon die Worte nur wie durch Watte zu ihr durchdrangen, nahm sie die Verzweiflung in seiner Stimme ganz deutlich war. Aber sie würde nicht gehen! Keinesfalls würde sie ihn hier lassen, eher würde sie mit ihm sterben, an seiner Seite!

Und dann hielt sie nichts mehr, sie fiel ihm um den Hals. Fest umklammerte sie ihn. Kate wollte ihn niemals wieder loslassen. Sie verlange geradezu in seinen Armen zu sterben. Auch Caleb erwiderte die Umarmung kurz und für einen Moment hörte diese grausame Welt in der sie sich gerade befanden, auf zu drehen. Kate fühlte sich warm und geborgen in seinen Armen. Seine Nähe fühlte sich so gut an, sie konnte es kaum beschreiben. Doch mit einem Mal stiess er sie von sich, so unerwartet, so heftig, sie hätte beinahe das Gleichgewicht verloren. „GEH!“ brüllte er „VERSCHWINDE!“

„Nein…“ wimmernd schüttelte sie den Kopf, Tränen liefen ihr wie kleine Wasserfälle über die Wangen, heiss und unaufhaltsam. Kate hielt sich die Hände vor den Mund, der Anblick war ihr unerträglich. Sie musste doch was tun können?! Sie blickte zu Lilith, die bewegungslos am Boden lag, auf ihr sitzend, die Rothaarige. War sie tot? Ihr Magen verknotete sich. Dann dachte sie an ihren Sohn. Ob Elijah wohlbehalten Zuhause angekommen war? Hatte er schon das Baby begrüssen können? Kate hätte so gern sein Gesicht gesehen, wenn er zum ersten Mal seine kleine Tochter Ava-Theodora in den Armen hielt…

… Sie fuhr fürchterlich zusammen, als ihr Calebs helle durchdringende Stimme in die Ohren drang…

… Der Schrei war so laut und gewaltig, dass er sicherlich über ganz Forgotten Hollow zu hören war… Er brannte! Caleb brannte lichterloh!

Dann fiel er auf die Knie, sackte zusammen… Kate war im ersten Moment wie gelähmt, wie erstarrt… Ihr Herz hatte kurz ausgesetzt… „Caleb….“ hauchte sie, als sie wieder zu Sinnen kam, dann kreischte sie: „CALEB!“ Doch in der Sekunde wurde sie rabiat von hinten am Kragen gepackt und in die Höhe gehoben. „Na wen haben wir denn da?!“

… Der Schrei ihres sterbenden Bruders holte Lilith wieder ins Bewusstsein. Unter Schmerzen wandte sie ihren Kopf, Blut verklebte ihre Lieder, doch sie sah ihn durch einen rötlichen Schleier, sie sah ihn in der Sonne verbrennen. Dann schlug Odessa ihr ins Gesicht, „sieh mich gefälligst an!“ forderte sie, packte grob Liliths blutverschmierten Kiefer und drehte ihren Kopf so, dass die Schwarzhaarige ihr ins Gesicht sehen musste. „Ich will in deine hässlichen Augen sehen wenn du stirbst!“

… Kates verzweifelte Versuche sich vom Grafen zu lösen blieben Erfolglos. Sie schlug wie wild um sich, doch er war einfach zu stark. Aber plötzlich entdeckte sie aus den Augenwinkeln etwas oder jemanden mit übernatürlicher Geschwindigkeit herannahen. Vladislaus wurde aus dem Hinterhalt angesprungen. Ruckartig löste sich sein Griff und die Brünette fiel Bäuchlings auf den Boden. Wenige Meter neben Calebs Schwester. Und dem Holzpflock. „Ms Vatore!“ rief Kate und rechnete schon mit dem Schlimmsten. Doch sie war noch nicht tot, sie bewegte sich, drehte langsam ihren Kopf und öffnete ihre Augen, ihre pinken Augen, aus denen das Leuchten gleich für immer erlöschen sollte.

„Oh Gott…“ flüsterte die Brünette. Mit letzter Kraft deutete Lil mit dem Kinn auf den Pfahl und formte ein Wort mit ihren aufgeplatzten Lippen. Kate sprach es in Gedanken aus ‚Vladislaus‘. Dann wusste sie was sie zu tun hatte. Sie streckte ihren Arm aus, krallte sich den Pfahl, sprang auf und wirbelte fauchend herum. Es war Elijah der Vlad gerade angriffen hatte. Er war zurückgekehrt! Aber nun lag der junge Vampir schon auf dem Rücken und war kurz davor von diesem Monster getötet zu werden. Liliths Worte schossen ihr durch den Kopf: ‚Wenn du eine Waffe in der Hand hast, solltest du niemals zögern!‘, also rannte sie los…

Odessa sah alarmiert auf: „Das wird sie nicht tun!“ sprach sie aufgeregt und schaute dann wieder auf Lilith herab, „das wird sie nicht tun! Denn sonst stirbst auch du! Vlad hat auch dich verwandelt! Genau wie mich!“ Die halbtote Vampirin unter ihr spuckte Blut, eher sie antwortete: „Ja… aber ich… hab mich damals… wegen… deinem… verlogenen Bruder… wider in eine Simin… verwandelt…“ – „WAS?!“ Lilith versuchte zu grinsen, aber es schmerzte zu sehr. „Wer hat dich dann wieder zum Vampir gemacht?!“ wollte die Rothaarige wissen. „C-caleb.“

Vampirisch schnell und rücksichtslos wie ein Raubtier, sprang Kate den Grafen an und stiess ihm den Holzpflock mit einer solchen Gewalt in den Rücken, dass er ganz darin verschwand.

Der Urvampir bäumte sich- und schrie ohrenbetäubend laut auf, Kate wurde zurück geworfen, doch sie stand sofort wieder auf. Aber der Alte… er war nicht tot…. Warum war er nicht tot?! Wie in Zeitlupe drehte er sich um. Seine türkisen Augen blitzen bedrohlich als sie Kate trafen, ihr lief es eiskalt den Rücken hinunter.

Das nächste Mal solltest du besser zielen, Kleines.“ Neben seiner Brust schaute die blutige Pfahlspitze heraus. Reglos stand die junge Vampirin da und sah ihm zu, wie er mit seinen langen Fingern nach ihr griff, langsam herauszog und sich das vor Blut triefende Holzstück lässig über die Schulter warf. Binnen einer Sekunde stand er vor der Brünetten, packte sie an der Kehle und drückte ihr die Luft zu…

„Was für eine lächerliche Bande von Amateuren ihr doch seid! “ lachte Odessa dreckig. „Und jetzt wünsche ich dir gute Nacht, Lilith Vatore! Mögest du süsse Träume haben!“

Sie holte aus um ihr das Herz aus der Brust zu reissen, skrupellos, wie sie es schon bei ihrem Bruder getan hatte, doch plötzlich hielt sie in der Bewegung inne und fing an zu keuchen. Ihr weisser Anzug färbte sich blutrot, an der Stelle, wo sich ihr Herz befand. „Fahr… zur… Hölle!“ steiss Lilith hervor und ihr geschundenes, blutverschmierte Gesicht verzerrte sich zu einem seligen Lächeln.

… Elijah hatte sich nämlich den Pflock geschnappt, und ihn mit der Wucht eines Katapults dem Alten in den Rücken befördert.

Und im Gegensatz zu Kate, hatte er sein Herz getroffen. Graf Vladislaus Straud IV fiel auf die Knie, kippte zur Seite und rührte sich nicht mehr. Auch Odessa Winchester klappte auf der Stelle tot zusammen und begrub Lilith völlig unter sich.

Kate stand immer noch unter Schock, zitterte am ganzen Körper, schnaufte heftig und schaute auf die Leiche des Urvampirs.

„Weiber und Waffen…“ spottete Elijah, der plötzlich vor ihr aufgetaucht war, „das geht nie gut!“ Doch sie beachtete ihn nicht mehr länger, ihr Blick wanderte zu…

Kate kämpfte gegen eine drohende Ohnmacht. Lilith und Elijah näherten sich, gedämpft hörte sie ihre wirren Stimmen. Sie bückten sich, bemühten sich um ihren Bruder und Onkel. Alles spielte sich wie in Zeitlupe ab. Wie in einem tragischen Traum. Kate blinzelte, sah dass Lilith wieder wohlauf war, wie schnell die Wundheilung bei Vampiren doch vonstattenging. Beeindruckend. Aber für Caleb war es zu spät.

Die Sonne neigte sich dem Horizont zu, als Lilith irgendwann sagte: „Wir sollten jetzt nach Hause gehen.“ Kate reagierte nicht, erst als sie von irgendjemandem am Arm berührt wurde. „Ich kann nicht…“ stammelte die Brünette mit erstickender Stimme. „Du kannst nichts mehr für ihn tun. Der Sensenmann wird ihn holen.“ Auch Liliths Stimme war so rau und so traurig, wie sie Kate noch nie bei ihr gehört hatte.

„Du musst jetzt stark sein.“ hörte sie auch Elijah sagen, er versuchte mitfühlend zu klingen. Wieder spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter. Wütend schlug sie sie weg und fuhr herum: „Ich will aber nicht!“ schrie Kate die beiden an. Sie wusste selbst, dass sie nichts tun konnte, aber sie wollte das alles nicht hören! Sie wollte nicht gehen, sie wollte nicht stark sein, sie wollte ihn nicht hier alleine zurücklassen! Nein! Es ging einfach nicht!

Mutter und Sohn tauschten einen kurzen Blick untereinander aus und nickten stumm. Dann ging Lilith Vatore in die Hocke und verabschiedete sich von ihrem Bruder.

Kate kniete sich neben ihn. Tränen begannen über ihre Wangen zu strömen… Ihr Schluchzen und ihre herzzereissenden Schreie waren noch bis tief in die Nacht zu hören.

Musing through memories losing my grip in the grey,
numbing the senses I feel you slipping away.
Fighting to hold on clinging to just one more day,
love turns to ashes with all that I wish I could say.
I’d die to be where you are, I tried to be where you are.

Irgendwann legte sie sich neben ihn, bettete ihren Kopf auf seine Brust, schaute in den wolkenlosen Sternenhimmel, von dem der Mond hell zu ihnen herunterleuchtete. Sie war so müde. Sie wollte einschlafen. Einfach einschlafen und nie wieder aufwachen. Sie wollte nichts mehr sehen, nichts mehr denken, nichts mehr fühlen. Doch für sie würde es ein Morgen geben. Für Caleb nicht. Die Welt drehte sich einfach weiter, als wäre nichts geschehen. Die Sims lebten einfach weiter, obwohl einer unter ihnen fehlte.

Es gab noch so viel was sie ihm hätte sagen wollen. Nun war es zu spät. Ihr Hals schnürte sich zusammen und es fiel ihr schwer, ihren Tränen nicht wieder freien Lauf zu lassen.

In ihren Gedanken reiste Kate noch einmal zu ihren Lieblingsplätzen…

Zu der kleinen Bank, unter dem alten Baum in Forgotten Hollow…

Zu der alten Brücke am Fluss in Oasis Springs…

Und schliesslich zum Leuchtturm in Brindleton Bay…

Ein Moment Wärme in der kalten Nacht… Er war gegangen um nie mehr zurückzukehren. Caleb war tot. Dann schlief sie ein.

weiterlesen… Epilog

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4 Kommentare zu „22. Kapitel

Gib deinen ab

  1. Caleb tot??? Hmmm, wenn ja dann stellt sich hier nun die Frage:
    „Von wem wurde Lilith das 2. Mal zum Vampir gemacht?“
    In deiner Geschichte sterben auch die erschaffenen Vampire wenn ihr Erschaffer stirbt.
    Aber dies widerspricht sich auch schon bei Caleb als Miss Hell von Vladislaus eliminiert wurde.
    Oder gilt dies nur für den Urvampir und dessen erschaffenen Kreaturen?

    Also da gibt es noch einige Rätsel die gelüftet werden müssten. Ich bin da nun richtig gespannt auf deinen EPILOG. ((Und ich hoffe insgeheim, dass Caleb vielleicht doch nicht ganz tot ist.)) 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Spieonelfchen Naseweiss & vielen Dank für deinen Kommi! 🙂

      Deine Frage bezüglich Lils zweiter Verwandlung wurde eigentlich im Kapitel selber schon beantwortet. Vielleicht ist es nicht verständlich genug, oder es ist halt untergegangen in dem vielen Text XD.

      Also: In der Einleitung (von 1842) bittet Lilith ihren Bruder am Ende um einen Gefallen, bevor er geht. Das habe ich extra „offen“ gelassen, um welchen Gefallen es sich dabei handelt, erfährt der Leser nämlich weiter unten im Text und zwar bevor Kate Vladislaus den Pfahl in den Rücken rammt. Da erfährt nämlich auch Odessa von Lilith, dass sie sich wegen Cedrick damals wieder in eine Simin verwandelt hat. Odessa will auch gleich wissen wer Lilith danach wieder zum Vampir gemacht hat und Lilith antwortet: „Caleb“ :-). Wobei wir wieder bei der Einleitung sind, Caleb hat seiner Schwester also den Gefallen gemacht, sie wieder in eine Vampirin zu verwandeln. So ich hoffe das war verständlich! XD

      Genau, was das Sterben des Urvampirs anbelangt hab ich mich durch zwei gewisse Serien inspirieren lassen *nenntkeineNamen* LOL. Ich musste halt „etwas haben“ damit gleich alle beide (Vlad + Odessa) gleichzeitig sterben, denn Kate, Lil, Elijah oder Caleb hätten niemals eine Chance gegen die beiden mächtigen Vampire gehabt (hätten sie keinen Pflock gehabt).

      Ja, das gilt nur bei Urvampiren dass ihre Nachkommen mit ihnen sterben. Also wenn Vlad gepfählt wird, sterben mit ihm auch alle Vamps die ER jemals in seinem langen Leben verwandelt hat, (wow was für ein Massensterben wenn man sich das mal so vorstellt! Ich denke Vlad hat viele verwandelt…) aber auch nur die! Miss Hell wäre da also auch gestorben, hätte sie noch gelebt, denn sie wurde von Vlad verwandelt. Aber Caleb hätte es z.B. nichts gemacht, denn er wurde von Miss Hell verwandelt…. *durchatme* Gott ist das kompliziert! XD. So ich hoffe ich konnte auch da Licht ins Dunkle bringen!

      Es ist mir auf jeden Fall nicht leicht gefallen Caleb sterben zu lassen *tiefseufz*, schon alleine wegen Kate nicht. Ich finde sie hat genug durchgemacht in den letzten 1 ½ Jahren :-(.

      Noch einmal herzlichen Dank für den Kommentar und auch für deine Fragen, bzw. Zweifel, dass zeigt mir, dass du dich für die Story wirklich interessiert hast und das freut mich sehr! 🙂

      Epilog folgt!

      Bis dahin, liebs Grüessli
      Jess

      Liken

  2. neinneinneinneinneinnein…..
    Muss ich noch mehr schreiben?
    Caleb ist nicht tot!
    Da bin ich total dagegen!
    Das weigere ich mich zu glauben!
    WAHHHH und dann willst du mir auch noch jegliche Hoffnung nehmen mit deinem Kommentar da oben, wenn ich schon hoffe, dass er ja nicht tot sein kann, weil sonst auch seine Schwester tot wäre…. =(
    Trotzdem… ich glaubs nicht… Gott, das war so traurig, die letzten paar Bilder nach dem Video dann… so atmosphärisch und traurig……
    …..Ich weiß nicht, was ich gerade schreiben soll… ich kann nicht mal das epische Finale richtig würdigen…ich bin einfach… Nein, er ist nicht tot! Basta! Er wird im Epilog nochmal vorkommen, weil er den Heiltrank getrunken hat, ja, so wirds sein!
    Lass ihn nicht sterben T^T! Cedrick reichte doch schon! Und ich mochte Cedrick doch!

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo liebe Bloody & danke dir fürs Kommi! 🙂
      Schön dass ich das Ende atmosphärisch gut bzw. traurig rüber bringen konnte. Ich kann schon verstehen dass dir die Worte fehlen, ich weiss ehrlich gesagt auch gerade nicht was ich hier schrieben soll, obwohl ich immer sehr gerne auf eure Kommis antworte.
      Aber hey versuch es doch auch mal positiv zu sehen, Elijah konnte gerettet werden und er hat sich mega auf sein Töchterchen gefreut! ❤ Und Lil ist so ein wenig auf Kate „zugegangen“. Die beiden, also Lil & Elijah haben irgendwo also doch auch ein Herz unter ihrer kalten Vampirschale. Am Ende haben alle irgendwie versucht einander zu helfen. Sogar Cedrick.

      Danke für deinen Kommi, liebe Bloody.
      Liebs Grüssli
      Jess

      Liken

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