3. Kapitel

A little help from a Friend

verfasst: 08.09.2017

Als Caleb Vatore von seiner Schicht im Krankenhaus nach Hause kam, entdeckte er auf einer Parkbank eine zusammengekauerte Kreatur.

Sie schreckte aus dem Habschlaf hoch, als sie seine Berührung an der Schulter spürte. Doch als sie in seine Augen blickte und seine ruhige und sanfte Stimme hörte die sie wie eine warme Decke einhüllte, beruhigte sie sich. Caleb musterte sie eingehend. Sie sah kränklich aus. „Ist alles in Ordnung?“ „Alles bestens.“ erwiederte die Brünette rasch. Die besorgte Miene passte nicht zu ihr, sie hatte ein Gesicht dass zum Lächeln geschaffen war. Er wies auf die Bank: „Darf ich?“

„Bitte.“ murmelte die Schöne nach kurzem Zögern. Er setzte sich neben sie und fragte weshalb sie auf dieser unbequemen Granitbank nächtigte und stattdessen nicht einfach eine dunkle Mediation durchführte. Doch sie hatte ihn nur verwirrt angestarrt. Dann berichtete sie ganz verblüfft, wie sich ein Spinner heute morgen direkt vor ihren Augen in eine Fledermaus verwandelt hatte. „Sie halten mich bestimmt für verrückt! Aber ich bin nicht verrückt!“ Ihr ganzer Körper bebte vor Aufregung. „Ganz ruhig.“ sagte er sanft und legte kurz seine Hand auf ihren Arm. „Wie heissen Sie?“ – „Katerina.“ Er lächelte warm. „Freut mich sehr Katerina, ich bin Caleb.“ Ihre Haut kribbelte leicht, dort wo er sie berührt hatte und sie bekam eine Gänsehaut. „Mir scheint als wären Sie noch nicht lange ein Vampir, Katerina?“

Sie nickte traurig und erzählte ihm wie es dazu kam. Das tat sie heute bereits zum 3. Mal, aber jetzt schenkte ihr endlich jemand Gehör. Je länger Caleb zuhörte, umso betroffener wurde er. Besonders als er erfuhr dass sie gegen ihren Willen verwandelt wurde. „Wer hat Ihnen das angetan?“ wollte er wissen, doch eher Kate antworten konnte, wurde sie von einem heftigen Hustanfall überfallen. „Sie sind krank. Kommen Sie mit, ich kann Ihnen helfen.“

Der Vampir stand auf und wollte ihr aufhelfen, doch sie schaute ihn nur unsicher an und er begriff wie komisch sich diese Worte in ihren Ohren anhören mussten. „Ich bin Arzt.“ fügte er schnell hinzu. Nach anfänglicher Skepsis ging sie mit ihm mit. Tief in ihrem Inneren spürte sie, dass sie ihm vertraue konnte.

Doch vor dem Haus blieb sie plötzlich stehen und ihre Kinnlade klappte runter. Das war das Haus aus dem heute morgen dieser Elijah herausgekommen war! Derjenige der an ihrer Misere schuld war!

Caleb war ausser sich vor Wut als er erfuhr das sein Neffe für das alles verantwortlich war! Der Bengel hatte Glück dass er nicht Zuhause war, denn in diesem Moment hätte er wohl für nichts garantieren können!

Kate sass am Küchentisch und trank ihre Medizin. Caleb stand an der Bar, er brauchte was Starkes. In dem Moment kam seine Schwester in die Küche und erstarrte völlig. Das durfte ja wohl nicht war sein, war das nicht diese Fremde von vorhin, die unbedingt mit ihrem Sohn sprechen wollte? „Was hat die hier zu suchen?!“ platzte es aus der Schwarzhaarigen Vampirin.

„Lilith, das ist Katerina. Ich habe ihr vorübergehend Obdach angeboten.“ antwortete ihr Bruder. „Dein Sohn Elijah hat sie in einen Vampir verwandelt, wusstest du das?“ Lil schaute als hätte man sie beim stehlen erwischt. Sie verneinte natürlich die Frage und betonte wie furchtbar sie das fand und dass dieser Flegel später was erleben könne! Kate, die sich zu  den beiden Geschwistern gesellt hatte, glaubte sich verhört zu haben und warf dieser unverschämten Lilith einen bösen Blick zu. „Lilith, würdest du unserem Gast bitte zeigen wo sie übernachten kann?“ ‚Oh jetzt ist die also schon unser Gast?‘ dachte Lilith und bemühte sich zu einem Lächeln.

„Mit dem aller grössten Vergnügen Bruder! Du meinst den Sarg im Keller, richtig?“ Bei dem Wort Sarg gefror Kate schlagartig das Plasma in den Adern zu. „Nein, ich meine nicht den Sarg! Ich meine natürlich das Gästezimmer.“

Am nächsten Morgen wachte Kate wunderbar erholt auf. Vor dem Zubettgehen hatte sie sich auch ein Sprudelbad gegönnt, sie bekam sogar frische Kleider zum anziehen. An so viel Luxus musste sie sich erst wieder gewöhnen, wo sie doch die letzten Wochen auf dem versifften Damenklo in Oasis Springs gehaust hatte. Aber jetzt hatte sie Durst. Grossen Durst. In der Küche sass derweil Dahlia beim Frühstück, Liliths simlische Teenietochter. „Liebling, wusstest du dass wir einen Gast haben?“ Ihre Mutter kam in die Küche stolziert. „Lass mich raten, es ist Ethan, dein gruseliger Vampirfreund.“ Lilith stieg kurz die Röte ins Gesicht, dann setzte sie sich zu ihrer Tochter an den Tisch und berichtete ihr, was ihr Bruder Elijah angerichtet hatte. „Oh Gott wie schrecklich, Elijah ist so ein Monster!“

„Ja das habe ich auch gedacht!“ log Dahlias Mutter und setzte eine gespielte betroffene Miene auf, in Wirklichkeit aber heckte sie gerade einen Plan aus. „Möchtest du nicht mal nach ihr sehen, sie würde sich bestimmt freuen!“

Kate verliess unterdessen ihr Zimmer. Sie stieg die Treppen hinunter und wäre auf dem Weg in die Küche beinahe mit Dahlia zusammengestossen. „Oh Sul Sul! Du musst Katerina sein! Ich bin Dahlia, freut mich dich kennen zu lernen.“ Die junge Simin lächelte herzlich. Sie sah so unschuldig aus, so lieb und so… verdammt… lecker! Kate spürte das Verlangen nach Plasma, es wurde immer stärker und stärker. Sie versuchte noch mit vereinten Kräften dagegen anzukämpfen, aber es gelang ihr einfach nicht! Dann ging alles blitzschnell: Fauchend zeigte sie ihre dunkle Form und versetzte die wehrlose Dahlia in Trance. Lilith beobachte die Szene von der Küche aus.

Doch eher sie ihr Fangzähne in den zierlichen Hals bohren konnte, kam Caleb in seiner vampirischen Geschwindigkeit heran gesaust und stellte sich schützend vor seine Nichte. Auch Lil kam nun wie der Blitz angeschossen: „OMG, hat die da etwa versucht meine Tochter zu fressen?!“ reif sie und versuchte dabei so dramatisch wie nur möglich zu klingen. Kate, welche gerade realisierte was sie dabei war zu tun, schämte sich in Grund und Boden. Nachdem sie sich aus ihrer Schreckstarre lösen konnte, versteckte sie ihre dunkle Form und rannte die Treppen hoch in ihr Zimmer.

Sie war völlig ausser sich als Caleb später nach ihr sah. Weinte, zitterte und die Verzweiflung war ihr ins Gesicht geschrieben. Kate betonte wie leid es ihr täte, aber sie in ihrer Gier nach Plasma einfach keine Kontrolle mehr über sich hätte. Und das sie das alles zu tiefst verabscheute. „Ich würde alles tun um wieder eine Simin zu sein!“ schluchzte sie. Caleb redete besänftigend auf sie ein. Erklärte ihr dass ihre Situation nicht Hoffnungslos sei und dass es andere Wege gäbe um an Plasma zu kommen. „Kommen Sie Katerina, ich habe etwas für Sie vorbereitet.“ Die beiden gingen hinunter in die Küche. Auf dem Esstisch standen Beutel und violette Früchte. „Was ist das?“ – „Von jetzt an, Ihre Nahrung.“

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