2. Kapitel

The Monster I’ve become

verfasst: 01.09.2017

Kurz vor 5 Uhr morgens in Forgotten Hollow, die Eulen heulten als Elijah gerade von seinem nächtlichen Ausflug zurück kam. Wie so oft hatte er sich um Mitternacht rausgeschlichen um mit seinen vampirischen Kräften die Nachbarstädte unsicher zu machen und fleissig Vampirpunkte zu sammeln. „Hey du!“ rief plötzlich jemand hinter ihm. Er blieb stehen und drehte sich um. Eine Braunhaarige, gute 10 Jahre älter als er, kam eilig auf ihn zugelaufen. Schon von Weitem erkannte er wie elend sie aussah. Ihre Klamotten waren dreckig, ihre Haare zerzaust und das Make up verstrichen.

„Erinnerst du dich noch an mich?“ fragte die Fremde atemlos als sie vor ihm zum stehen kam. Elijah musterte sie misstrauisch und wollte wissen: „Haben wir etwa schon mal rumgemacht?“ Obwohl er sich das beim besten Willen nicht vorstellen konnte, so verwildert wie die aussah. „Nein du BlödSim, du warst vor ein paar Wochen bei mir im Haus und hast meinen Verlobten und mich bedrängt!“ Der Blondschopf zuckte nur ungerührt mit den Schultern und erwiderte grinsend: „Sorry Süsse, ich merk‘ mir nicht alle meine Plasmaquellen.“ „Du Freak wolltest damals dass ich dein Plasma trinke! Na klingelts jetzt?!“ blaffte sie zurück und er dachte kurz nach, dann schien ihm ein Lichtlein aufzugehen. Ja jetzt dämmerte es ihm! Plötzlich fing er an zu lachen.

Die Brünette fand das aber überhaupt nicht amüsant! Während sie ihm verzweifelt erklärte wie schrecklich die letzten Wochen für sie waren und sie mehrmals fast draufgegangen wäre, hörte der Bengel gar nicht weiter zu. Er dachte nur die ganze Zeit darüber nach wie KRASS das war, dass ER einen Vampir erschaffen hatte! Doch es wurde langsam ganz schön heiss um ihn herum. Er blinzelte zum Himmel, ach du Scheisse, die Sonne ging ja schon auf!

„Sul Sul?! Hörst du mir überhaupt zu?“ machte die Fremde wieder auf sich aufmerksam. „Du musst mir helfen!“ – „Du willst meine Hilfe? Ok hier nen Tipp: Vampire + Sonnenlicht = scheisse!“ und eher sie sich versah, hatte sich Elijah vor ihren Augen in eine verdammte Fledermaus verwandelt und war im Morgendunst verschwunden.

Erst als es am Abend wieder dunkel wurde, traute sie sich aus ihrem Versteck. Den ganzen Tag hatte sie in der öffentlichen Toilette verbracht. Vom Klofenster aus hatte sie die Häuser in der Umgebung beobachtet, in der Hoffnung diesen blonden Burschen irgendwo zu entdeckten. Und tatsächlich, gegen 8 Uhr in der Früh verliess er eines der schönen, viktorianischen Häuser. Nun hatte sie kaum noch Energie und der Durst war unausstehlich. Eine ahnungslose Simin kam auf sie zu, genau im richtigen Moment…

Die neu-Vampirin verabscheute es zwar zutiefst, aber sie hatte gar keine andere Wahl. Reumütig griff sie die Simin an und trank das köstlich süsse Plasma direkt von der Halsschlagader, so wie sie es in den letzten Wochen täglich gemacht hatte. Wenigstens war jetzt der Durst für die nächsten Stunden gestillt. Die Simin liess sie liegen und marschierte auf das Haus zu welches dieser freche Blondschopf heute früh verlassen hatte. Ein kurzer Blick auf den Briefkasten verriet ihr dass eine gewisse Familie ‚Vatore‘ dieses Haus bewohnte.

Sie klopfte an. Eine Schwarzhaarige trat kurz darauf nach draussen und ein unfreundliches „ja?!“ ertönte. „Ich würde gerne mit dem blonden Jungen sprechen.“ bat die Brünette nachdem sie sich als Katerina Petrova vorgestellt hatte. „Elijah? Tja so ein Pech, der ist nicht da.“ meinte Lilith kurzangebunden und warf einen äusserst kritischen Blick auf die Fremde. Sie hoffte nur dass dies nicht irgend eine Tussi von ihrem Sohn ist, die wäre ja viel zu alt für ihn! „Es ist wirklich wichtig.“ drängte die Unbekannte. „Bist du taub? Er ist nicht da!“ wiederholte Lil und wollte gerade wieder ins Haus, wurde aber von Katerina aufgehalten.

Sie konnte ihre Verzweiflung und die Tränen nun nicht mehr länger zurückhalten. Es sprudelte einfach so aus ihr heraus, dass Elijah sie verwandelt hatte, dass ihr Leben völlig aus den Fugen geraten sei und sie dringend Hilfe benötigte. Lil sah sie eine Weile mit einer geschockten Miene an, eher sie dann völlig gleichgültig antwortete: „Schätzchen, das ist zwar tragisch, aber wirklich nicht mein Problem!“ Dann schlug sie Kate sprichwörtlich die Tür vor der Nase zu. Zuerst war sie so baff dass sie sich nicht einmal mehr rühren konnte. Vor Wut und Enttäuschung traten ihr die Tränen in die Augen. Dann wurde sie von einer bleiernen Müdigkeit überfallen. Sie schleppte sich zu einer Parkbank und weinte sich in einen unruhigen Schlaf.

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