4. Kapitel

Breaking the rules

verfasst: 30.09.2017

Es sind ein paar Wochen vergangen, seit Kate bei den Vatores eingezogen ist. Caleb hatte beschlossen Liliths simlische Teenietochter Dahlia zu ihrem Papa Jasper nach Willow Creek zu bringen. Zumindest solange Katerina ihr Verlangen nach Plasma noch nicht richtig im Griff hat. Lilith war darüber sehr verärgert. Hatte sie sich doch erhofft, dass ihr Bruder diese Kate wieder hochkant aus dem Haus schmeissen würde, nachdem sie beinahe über ihre arme Tochter hergefallen war. Dass war schliesslich Liliths Plan gewesen, als sie Dahlia zu der unerwünschten Fremden geschickt hatte!

Doch Caleb kümmerte sich rührend um Kate. Er liess die ersten Tage sogar den Job im Krankenhaus sausen, nur damit er rund um die Uhr für sie da sein konnte. Die hübsche Brünette war sehr oft traurig und depressiv. Tagsüber immer eingesperrt zu sein, machte ihr besonders zu schaffen. Sie vermisste das Gefühl der warmen Sonne auf ihrer Haut.

Nach Sonnenuntergang zogen die beiden immer durch Forgotten Hollow.

Caleb zeigte ihr wo Plasmafrüchte wachsen, wo es Angelplätze gibt und Frösche und wie sie aus denen Plasmapacks herstellen konnte.

Aber es gab noch sehr viel für Kate zu lernen wenn sie als frischgebackene Vampirin (über)leben wollte. Deswegen unterrichtete er sie auch im Vampirtraining:

Kate machte schnell Fortschritte. Sein Lob tat ihr gut, auf seine Meinung legte sie grossen Wert. Fast jede Nacht verbrachten sie zusammen, um zu trainieren. Anschliessend redeten sie, bis die Dunkelheit vom grauen Morgendunst verdrängt wurde.


Zwischenzeitlich hatte Caleb sich auch seinen Neffen Elijah zur Brust genommen. „Was fällt dir ein eine hilflose Simin in einen Vampir zu verwandeln?!“ hatte er ihn gefragt und erinnerte: „Es gibt Regeln an die wir Vampire uns halten müssen!“ Lilith hielt sich während dem Disput im Hintergrund. Immerhin war sie auch nicht gerade eine Mustervampirin und als Mutter hatte sie ebenfalls versagt. Elijah reagierte erst desinteressiert, dann ausfallend. Am Ende verlangte er gar die Angelegenheit wie zwei richtige Vampire während eines Duells zu klären! Doch Caleb liess sich nicht auf dieses Niveau herunter.

Nachts schlich sich der Vampirteenager wieder aus dem Haus.

In der Windenburger Disco Pan Europa, manipulierte er sich einen starken Drink, verursachte bei einigen Sims Halluzinationen um noch ein paar Vampirpunkte zu sammeln und nötigte sogar noch eine Simin zu einem kleinen Trank, mitten auf der Tanzfläche. Die feiernden Sims schienen das aber gar nicht wahrgenommen zu haben… Und wennschon, Elijah war es egal dass er gegen Regeln verstiess. Regeln sind schliesslich da um gebrochen zu werden. Als die Musik ihn zu langweilen begann, beschloss er weiterzuziehen um noch etwas Dampf abzulassen. Der Streit mit seinem Onkel hatte ihn ziemlich wütend gemacht. Er konnte es kaum erwarten endlich 18 zu werden und dann von Zuhause auszuziehen.

Die Strassen waren verlassen, er hatte gehofft noch auf ein paar Sims zu treffen, an denen er noch ein paar Vampirpunkte verdienen konnte. „Warte Mal!“ hörte er jemanden hinter sich rufen. Eine Simin in seinem Alter kam auf ihn zu gejoggt und fragte ihn gespannt: „Ich hab dich vorhin im Club beobachtet. Bist du ein Magier oder so was?“  – „What?!“ Elijah schaute sie einige Sekunden verblüfft an, dann gab er dreckig lachend zurück: „Ich bin doch kein scheiss Magier!“ – „Aber normal bist du nicht. Was bist du dann?“ – „Ich bin n‘ Vampir.“ Die hübsche Blondine runzelte die Stirn und verkniff sich ein Lachen. „Ein Vampir? Ja klar. Ich bin vielleicht blond, aber sicher nicht blöd.“ – „Es stimmt aber.“ – „Dann beweise es!“ sagte sie herausfordernd und ein finsteres Grinsen breitete sich daraufhin auf Elijahs Gesicht aus...

Am nächsten morgen hörte Kate merkwürdige Geräusche die aus dem Wohnzimmer kamen. Lilith stand mitten im Raum und wischte sich mit dem Handrücken den Mund. Neben ihr lag eine Handwerkerin am Boden. „Sorry Schätzchen, nichts mehr für dich übrig.“ sagte sie mit einem hinterhältigen Grinsen. Sie machte kein Geheimnis daraus dass sie den ungebetenen Gast in ihrem Haus nicht mochte. Kate versuchte die bewusstlose Simin am Boden so gut es ging zu ignorieren, eher sie ihr Wort an ihre Gastgeberin richtete: „Lilith ich möchte mich für deine Gastfreundlichkeit bedanken.“ Diese räusperte sich energisch: „Das heisst immer noch Ms Vatore für dich!“ – „Natürlich, Verzeihung.“ Kate senkte kurz den Blick. „Jedenfalls… Ich weiss sehr zu schätzen was Sie für mich tun.“ Die Schwarze lachte auf, wurde aber gleich wieder ernst: „Hör zu Schätzchen, wenn es nach mir ginge, würdest du schon längst wieder unter einer Brücke vegetieren!“ Autsch. Diese Worte trafen die junge Vampirin wie ein Holzpflock in ihr vampirisches Herz.

„Meine Tochter wäre jetzt noch da, wenn du hier nicht aufgetaucht wärst!“ zischte die Schwarzhaarige und ihre Augen blitzten dabei feindselig. „Ja, a-aber hätte ihr missratener Sohn mich nicht in einen Vampir verwandelt, wäre ich auch niemals hier aufgetaucht, Ms Vatore!“ Empört schnappte Lilith nach Luft: „Wage es nicht so über meinen Sohn zu reden!“ 

Dann kam es zwischen den beiden zu einem heftigen Disput. Lilith beleidigte und beschimpfte Kate aufs Übelste. Sie schaffte es sogar, die Neue zu einem Vampirduell zu überreden. Normalerweise verabscheute Kate jegliche Gewalt. Vielleicht lag es daran dass sie jetzt eine Vampirin war und die Wut in ihren Adern wie niemals zuvor kochte und sie das Verlangen hatte, dieser vorlauten Lilith endlich Mal ordentlich den Hintern zu versohlen!

Natürlich hatte die frischgebackene Vampirin keine Chance gegen die mächtige Grossmeistervampirin. Der Kampf hatte Kate sehr benommen gemacht. Und die Sonne gab ihr nun den Rest. Sie spürte wie ihre Energie schwand. Doch das schlimmste war die Wut! Sie nahm von ihr überhand. Kate verfiel einem regelrechten „Wahn“. Rannte wie ferngesteuert auf eine dahergelaufene Simin zu und begann unkontrolliert von ihr zu trinken, während es um sie herum deutlich wärmer wurde und hier und da schon erste Funken sprühten.

Als die Simin vor ihr zu Boden ging und Kate wieder Herr über ihre Sinne wurde, überkam sie sofort das schlechte Gewissen. OMG! Was hatte sie nur getan? Plötzlich breitete sich ein brennender Schmerz rasend schnell auf ihrem Körper aus. Sie musste schleunigst aus der Sonne!

Am Nachmittag kam Elijah von der Schule und verschwand wie so oft seit er ein Vampir ist, im Keller. Überraschenderweise bracht er seine Schwester Dahlia mit.

Die Chance für Kate sich bei ihr zu entschuldigen. Sie musste sich aber sehr stark zusammenreissen, schliesslich hatte sie hier eine Simin vor sich. Eine Simin die sie bei der ersten Begegnung noch fressen wollte! Und heute Vormittag erst hatte sie einen Rückfall, den sie sehr bereute. Kate nahm all ihren Mut zusammen als sie auf Liliths Tochter zuging.

Eigentlich hatte sie erwartet dass Dahlia panisch das Haus verlässt. Stattdessen erkundigte sich die junge Simin besorgt nach Kates Wohlbefinden. Die Vampirin war dankbar dass Dahlia ihr grossmütig verziehen hatte und nicht nur das, sie sprach ihr sogar Trost und Mut zu. In Liliths Tochter hatte sie heute Abend eine gute Freundin gefunden.

Als Dahlia sich verabschiedet hatte, putzte Kate die Küche und alle Bäder im Haus. Auf diesem Weg wollte sie etwas zurückgeben. Sie reparierte auch einige defekte Geräte. Die armen Handwerker die hier ständig aufkreuzten kamen gar nie dazu ihre Arbeiten zu erledigen, Lilith sei Dank.

Am Abend wartete Kate ungeduldig auf Caleb. Er sollte sie noch ein wenig im Vampirtraining unterrichten. Ob sie ihm von ihrem Rückfall heute morgen erzählen sollte? Während sie noch in Gedanken schweifte, hörte sie plötzlich das Klirren von Gläsern aus der Küche. War das Caleb? Sie ging nachschauen. Oh Gott, es war Elijah! Er stand in seiner hässlichen dunklen Form an der Bar und mixte sich einen Drink. Ihren Schöpfer hatte sie gar nicht mehr wiedergesehen, seit sie sich ihm offenbart hatte.

„Bist du überhaupt alt genug dafür?“ Elijah starrte sie ebenso verdutzt an wie sie ihn. Vermutlich hatte er noch gar nicht mitbekommen dass sie hier wohnte. „Was geht dich das an?!“ herrschte er sie an und wollte den Raum verlassen. Doch Kate packte ihn verärgert am Ärmel. „Nicht so schnell, jetzt entwischst du mir nicht schon wieder!“„Scheisse, was willste von mir?!“ – „Wie wärs mit einer Entschuldigung?“ Der Blondschopf kniff die Augen zusammen. „Wofür?“„Dass du mich zu einem Vampir gemacht hast!“  – „What?! Dein Ernst jetzt?“ Er gab ein albernes Lachen von sich und fuhr dann fort: „Ich soll mich entschuldigen, dass ich dir unendliches Leben geschenkt habe? Stärke, Schnelligkeit? Die Fähigkeit Sims zu manipulieren?!“„Ich wollte das alles nicht! Ich hasse das alles!“ sagte Kate mit Verzweiflung in der Stimme. Tränen stauten sich bereits in ihren Augen, sie versuchte sie krampfhaft zurückzuhalten.

„Tja, ist nicht rückgängig zu machen Süsse! Und jetzt laber mich nicht voll!“

Die Brünette wollte gerade etwas erwidern, wurde aber vom Blondschopf mesmeriert und zum schweigen gebracht.

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