5. Kapitel

Happy Birthday!

verfasst: 18.10.2017

Die hübsche Blondine sollte draussen warten, Elijah versicherte ihr dass es nicht lange dauern würde. Als er sein Haus betrat stieg ihm ein bekannter Geruch in die Nase: Schokokuchen. Er fühlte sich kurz in seine Kindheit zurückversetzt. Aus der Küche vernahm er Gesprächsfetzen.

Und tatsächlich, ein geschmückter Schokoladenkuchen stand auf dem Tisch! „Happy Birthday!“ ertönte es plötzlich von allen Seiten. Nebst Lilith, Katerina und Caleb, waren da noch sein Erzeuger Jasper und seine jüngere Schwester Dahlia. „Was… ist denn hier los?!“ fragte er und schaute in die verschiedenen Gesichter. „Alles Gute zum Geburtstag, Elijah!“ erwiderte seine Mutter. „What? Ich bin doch keine 5 mehr?!“„Das ist dein Lieblingskuchen, haben Caleb und ich gemacht.“ meinte Dahlia stolz. „Häh?! Ich bin n‘ Vampir. Ich hab nen vertrockneten Magen!“

„Es ist der Gedanke der zählt, mein Sohn.“ Jasper zwinkerte seinen beiden Kindern zu. „Dahlia und ich können ihn auch alleine essen.“ Elijah war verwirrt, doch eher er sich darüber noch weitere Gedanken machen konnte, wurde er von einem „Ey, wie lange dauert das denn noch, da draussen ist es arschkalt!“ unterbrochen. Die unbekannte Blonde tauchte neben ihm auf. Sie warf ein lässiges „Sul Sul!“ in die Runde und entdeckte dann den Kuchen. „OMG ich liebe Schokolade!“ Ohne zu fragen stürzte sie sich auf das Gebäck. „Das solltest du lieber nicht essen!“ warnte Elijah, doch sie hatte bereits einen Bissen im Mund und schaufelte gerade den nächsten rein.

„Entschuldige, du bist?“ räusperte sich Lilith und musterte die Fremde argwöhnisch. „Oh sorry… hab….mich gar…. nicht… vor…gestellt!“ schmatzte die Blondine mit vollem Mund. Sie stellte sich als Hannah Riley vor und wischte sich mit der Hand den Schokoladen verschmierten Mund. Kate musste leise kichern während Lilith angewidert das Gesicht verzog. Aufgeregt erzählte Hannah von ihrem ersten Treffen mit Elijah und was danach passierte. „Das ist sooo cool! Ich mein‘ vor ein paar Tagen wusste ich noch gar nicht dass es Vampire gibt!“ Sie strahlte übers ganze Gesicht. „Und jetzt bin ich selbst einer!“ Im Raum herrschte plötzlich Totenstille. Das dickwandige Glas in Calebs Hand zerbrach, er zerdrückte es glatt und Kate erschrak fürchterlich als sie in sein Wutentbranntes Gesicht schaute. Hannah fing daraufhin an zu stöhnen „Ohhh… ich fühle mich gar nicht gut… ich glaub ich muss kotzen!“ Das Blondchen sprang auf und rannte aus der Küche. „Sie ist… nett.“ meinte Jasper um die peinliche Stille zu brechen.

Caleb stand so plötzlich auf, dass sein Stuhl beinahe nach hinten kippte. Er ging auf seinen Neffen zu, packte ihn am Arm und zog ihn nicht gerade zimperlich aus dem Raum. Kate folgte ihnen und nach einem genervten Augenrollen folgte auch Lilith. Energisch redete Caleb auf den Jungen ein, doch dieser grinste nur frech und entgegnete trocken: „Ich bin jetzt erwachsen und kann machen was ich will.“„Nein kannst du nicht, solange du hier wohnst.“ mischte sich Lilith ein.

„Überraschung! Ich ziehe heute aus!“„Und wo willst du hin?“ „Das geht dich nen Scheissdreck an!“

„Wie redest du denn mit deiner Mutter?“ kam es nun von Jasper, der auch dazugestossen war, gefolgt von Dahlia. „Du hast hier schon mal gar nichts zu melden, Alter! Du bist nur mein manipulierter Erzeuger und hast dich eh nie für mich interessiert!“ – „Elijah, bitte…“ versuchte Lilith ihren Sohn zu besänftigen, doch seine Stimme ging in ein hysterisches Schreien über, als er sich wieder ihr zugewandt hatte: „DU bist doch überhaupt schuld dass ich das geworden bin was ich bin!“„Bitte?!“

„DU hast doch ständig Sims mit nach Hause geschleppt, sie manipuliert, ausgenutzt und anschliessend ausgesaugt!“ Jetzt fiel sein Blick auf seine Schwester: „So war es doch, oder?!“ Doch Dahlia antwortete nicht sondern schaute beschämt weg. „DU warst echt ne beschissene Mom!“ brüllte Elijah. „Es reicht jetzt!“ befahl Caleb und stellte sich zwischen die beiden. In diesem Moment kam Hannah aus dem Bad und es war wieder Mucksmäuschenstill „Sorry Leute…“ lächelte sie verlegen, „ich glaub ich hab das Klo verstopft.“ Als niemand reagierte, fragte sie strinrunzelnd in die Runde: „Whoa… ist jemand gestorben oder warum schaut ihr alle so grimmig?“„Komm Han wir hauen ab. Die Party ist vorbei.“ Elijah packte die Blondine am Arm und zog sie energisch mit zum Ausgang. „Du wirst dieses Haus nicht verlassen!“ rief Caleb und sein Neffe fuhr herum: „Sonst was, hm?!“„Ich werde dich erledigen Elijah. Du lässt mir leider keine andere Wahl.“ Der junge Vampir schaute erst etwas verblüfft, dann platzte aus seinem Mund ein Lachen heraus: „Versuch es doch!“

Am nächsten Tag

„Wo bleibst du denn?“ Kate war Caleb schon weit in den Wald vorausgejoggt. „Du freust dich ja richtig auf dein Vampirtraining?“ stellte er überraschend fest, als er sie sie endlich eingeholt hatte. „Ich will nur so schnell wie möglich das Vampirische Tempo freischalten. Und die Batform, die ist cool!“ Caleb schmunzelte: „Ist doch nicht alles so scheusslich am Vampirdasein wie du gedacht hast?“ Kate war froh ihn wieder zufriedener zu sehen, nach der wüsten Auseinandersetzung gestern mit Elijah bekam sie ihn einen ganzen Tag lang nicht mehr zu Gesicht. Auch Lilith verschwand gleich nach dem Streit und tauchte erst vor ein paar Stunden wieder auf. Kate hatte sie gefragt ob mit ihr alles in Ordnung war, doch sie gab ihr deutlich zu verstehen dass sie sich lieber verpissen sollte.

Wie immer nach dem Vampirtraining, setzten sich die beiden auf die Bank unter dem alten Baum in der nähe des rauschenden Flusses. Der Mond tauche die Umgebung in ein gespenstisches Licht. Alleine hätte sich Kate niemals hierher getraut. Unauffällig rückte sie noch ein wenig näher an ihn heran. Sie erinnerte sich an den gestrigen Streit, als Caleb so was wie „erledigen“ sagte. Was er wohl damit meinte? „Erledigen bedeutet heilen.“ beantwortete er nach einer Weile ihre Frage. „Es gibt ein Heilmittel gegen Vampirismus. Wenn Sim die Zutaten dafür hat, kann Sim es selber herstellen.“ Kate spürte ihr Herz plötzlich schneller schlagen. „Ich weiss wie sehr du dir wünscht wieder eine Simin zu sein. Deswegen konnte ich es dir nicht schon eher sagen.“ „Was sagen?“„Es gibt keine Zutaten. Zumindest nicht mehr hier.“ Sie schaute ihn an als spräche er eine andere Sprache. „Komm mit.“ Kate folgte ihm zu einem kleinen See. Unter einer grossen Tanne blieb er stehen und wies auf eine kleine Pflanze zu seinen Füssen.

Kate betrachtete das völlig zerstörte Pflänzchen. Caleb erzählte ihr dass der Graf Vladislaus Straud dafür gesorgt hatte, dass die Pflanzen die die Zutaten für das Heilmittel tragen, nicht mehr gedeihen würden. Auf ihre Frage weshalb, antwortete er dass der Graf über alles und jeden die Kontrolle haben will. Kein Vampir darf sich selber heilen, noch duldet er es dass irgendjemand ohne sein Einverständnis neue Vampire erschafft. Während er über den Grafen sprach, war sein Blick voller Hass und Abneigung. Kates Enttäuschung war so stark dass ihr davon übel wurde, sie glaubte nicht mehr aufrecht stehen zu können. Doch Caleb war zur Stelle und stützte sie. „Keine Sorge, Katerina. Der Graf hortet die Zutaten bei sich Zuhause. Wir holen sie uns.“

Am nächsten morgen holte Lilith die Post. Nebst unverschämt hohen Rechnungen, lag auch ein einfaches Couvert mit der Aufschrift „Einladung“ im Kasten. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen als sie erkannte von wem der Brief war.

Am Abend sassen sie und Caleb im Wohnzimmer und diskutierten über die Einladung von Graf Vladislaus Straud und Elijahs Eskapaden, als Kate plötzlich den Raum betrat. „Sul Sul, störe ich?“ Liliths Antwort kam wie aus der Kanone geschossen: „Allerdings!“ Caleb ignorierte seine Schwester und bat Kate Platz zu nehmen. „Entschuldige mal!“ empörte sich die Schwarzhaarige daraufhin, „wir reden hier über Familienangelegenheiten! Nur weil die hier wohnt, heisst das noch lange nicht dass sie zur Familie gehört!“ –  „Wir reden hier auch über das Heilmittel, Lilith. Katerina braucht es genau so sehr wie Elijah.“

„Ich wusste nicht dass Vampire eine Halloweenparty feiern?“ meinte Kate überracht, als Caleb sie über die Einladung von Graf Vladislaus Straud VI aufklärte. „Schätzchen, das ist ja auch nur ein Deckname…“ meinte Lilith gelangweilt und verdrehte die Augen, „damit die Vamps die als solche aufkreuzen, von den Sims trinken können, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Clever nicht?“„Deswegen gehen wir da auch nie hin!“ fügte Caleb schnell hinzu und warf seiner Schwester einen strengen Blick zu. „Aber nun brauchen wir die Zutaten für das Heilmittel.“ Lilith lachte auf: „Du glaubst doch nicht im Ernst dass der die freiwillig rausrückt?!“ „Nein. Aber ich habe eine Idee.“

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