1. Kapitel

Death by Sunlight

verfasst: 07.08.2017

Der Tag begann wie jeder andere auch in Forgotten Hollow. Aber was einige nicht wussten war, dass bis zum Abend ihre ganze Welt auf den Kopf gestellt werden würde.

Lilith Vatore hatte sich bei Tagesanbruch dazu entschlossen dem Objekt ihrer Begierde einen Besuch abzustatten.  Ethan Hollow, ein charmanter Vampir der gleich gegenüber wohnte. Leider verheiratet mit der Vampirin Eveline. Bei dem blossen Gedanken an sie zog sich ihr Magen zusammen. Ihre makellose Haut, die naturblonden Haare und ihre höfliche Art. „Pff, einfach zum kotzen!“ knurrte Lilith. Aber heute würde diese Ehe ein jähes Ende finden, dafür würde sie jetzt sorgen. Ein fieses Grinsen huschte über ihr Gesicht, dann verwandelte sie sich in eine Fledermaus und flatterte zum Haus der Hollows.

Wie nicht anders zu erwarten, öffnete die verhasste Eveline die Tür. Lilith setzte sofort ihr schönstes – unechtes – Lächeln auf. „Lilith! Wie schön dich zu sehen! Was kann ich für dich tun?“ fragte Eveline strahlend und bat sie ins Haus. „Verschwinden.“ entfuhr es Lilith laut denkend. „Wie bitte, was hast du gesagt?“ „Äh gar nichts! Wo ist Ethan?“„Er ist oben in seinem Büro. Soll ich ihn holen?“ Die Schwarzhaarige schüttelte den Kopf. „Nein, ich geh zu ihm hoch. Natürlich nur wenn du gestattest, Eveline?“„Aber natürlich! Du kennst dich ja aus, fühl dich wie zu Hause.“Dankeschön.“ lächelte Lilith und fügte gedanklich noch ‚das werde ich ganz bald, Schätzchen‘ hinzu. „Ich mache uns zwei Hübschen derweil eine Plasmajane.“ meinte die Blonde gut gelaunt und verschwand in der Küche.

Ohne anzuklopfen betrat Lilith das Büro und schmiss sich gleich in eine aufreizende Pose. „Sul Sul Lilith, was gibts?“ fragte Ethan überrascht und stand vom Schreibtisch auf. „Ich hab noch viel zu tun.“ Enttäuscht musste die Vampirin feststellen, dass er nicht einmal ihr heisses Outfit bemerkte. „Vielleicht kann ich dir ja behilflich sein?“ antwortete sie in einem betörenden Tonfall und ging grazil auf ihn zu. Ethan verkrampfte sich, als sie ihm ganz nahe war. „Tu das nicht.“ bat er leise. „Was denn, das hier?“ Sie spitzte ihre knallroten Lippen und wollte ihn küssen, doch er entzog sich ihr rasch. „Was soll das Lilith?! Ich bin verheiratet und ich liebe meine Frau! Ich hab dir gesagt zwischen uns wird nie was laufen. Wieso begreifst du das denn nicht endlich?“ Die Vampirin lächelte schelmisch. „Vielleicht weil ich das nicht will.“

Blitzschnell setzte sie ihre Kräfte ein und mesmerierte Ethan, der gar nicht mehr dazu kam sich dagegen zu wehren. Das würde ihn für die nächste Stunde ausser Gefecht setzen. Genug Zeit um sich um Eveline zu kümmern.

Sie sauste in vampirischer Schnelligkeit die Treppen hinunter in die Küche und blieb dicht vor ihrer Rivalin stehen. „Oh, du hast mich erschreckt.“ Die Blondine reichte ihr ein Glas Plasmajane, aber Lilith schlug es ihr mit einem hämischen Grinsen aus der Hand. Es zersplitterte unter einem lauten Klirren und die violette Flüssigkeit verteilte sich auf dem weissen Fliesenboden. Eveline war so entsetzt dass es ihr die Sprache verschlug. „Mitkommen, Miststück!“ befahl Lilith und versetzte die schöne Blonde ebenfalls in Trance. Sie führte sie ins abgelegene Waldstück und forderte sie auf sich an die pralle Sonne zu stellen. Als Grossmeistervampirin machte Lilith die Sonne schon lange nichts mehr aus. Eveline jedoch, gab schon die ersten Schmerzenslaute von sich.

„Lilith! Das wird mich töten!“ schrie die blonde Vampirin. Das grelle Sonnenlicht blendete, verzweifelt hob sie ihre Arme um sich zu schützen, was natürlich vergebens war. „Warum tust du das, ich dachte wir sind Freundinnen?!“„Halt die Klappe!“ ging Lilith ihre Konkurtentin an. Sie stand nur da und schaute zu wie unter lautem Zischen schon die ersten Funken sprühten. Das hinterhältige Grinsen auf ihrem Gesicht verschwand jedoch zunehmend. Es war als würde eine innere Stimme versuchen ihr ins Gewissen zu reden.

Warum zum Teufel bekam sie jetzt ein schlechtes Gewissen?! Noch während sie sich das fragte, schrie Eveline auf und zwar aus tiefster Seele. Lilith zögerte noch einen Moment, dann erlöste sie die Blondine von ihrer Folter. Die brutzelnde Vampirin setzte sich sofort in Bewegung, wollte zurück zum Haus rennen, doch es war zu spät. Sie kam gerade Mal ein paar Schritte weit, dann fiel sie Kraftlos auf die Knie und ging vollends in Flammen auf.

„Oh mein Gott!“ platzte es aus Lilith heraus. Sie konnte ihren Augen nicht trauen als sie auf den völlig verkohlten Körper starrte.

Es dauerte nicht lange, bis der Sensenmann auftauchte. „Wehe du nimmst sie mit!“ fauchte sie ihn an. „Tut mir leid, aber ich muss meinen Job machen.“ – „Nein, ich hab’s mir anders überlegt, sie sollte gar nicht sterben!“ Der Tod  schüttelte nur müde den Kopf. „Tot ist tot, junge Lady.“ Er wollte gerade seine Sichel schwingen doch Lilith stellte sich ihm in den Weg: „Halt! Ich habe Simoleons!“ „Simoleons interessieren mich nicht.“ schmunzelte er. 

„Was willst du dann?“„Hmm lass mich mal überlegen… Eine Schnitterblume wär nicht schlecht.“ Die Vampirin hatte keine Ahnung was eine Schnitterblume war und ganz bestimmt trug sie sowas auch überhaupt nicht bei sich, trotzdem kramte sie in ihrem Inventar herum, nur um noch etwas Zeit schinden zu können. Minuten zogen dahin und der Sensenmann wurde ungeduldig: „Meine Liebe, ich hab noch einige auf meiner Liste abzuhaken, wenn du verstehst was ich meine.“

„Nein warte!“ stiess Lilith heraus und ohne lange zu überlegen, schaltete sie geschickt in den Flirt-mode um. Schenkte ihm kokette Blicke und wandte ihren Körper aufreizend hin und her. „Hat dir schon mal jemand gesagt dass du einen… ähm… wunderschönen Umhang trägst, Sensi?“ raunte sie zuckersüss und klimperte mit ihren Wimpern. „Willst du mich etwa verführen?“ lachte er amüsiert auf. Frustriert liess die Vampirin die Schultern hängen und seufzte laut. Das was nun folgte war zwar unter ihrer Würde, aber etwas anders blieb ihr nicht mehr übrig: Sie warf sich vor ihm auf die Knie und flehte: „Bitte, bitte lieber Sensenmann, verschone sie!“

„Hmmm… Nein!“ Mit einem lauten Stöhnen stand sie wieder auf. „Na schön du fieses, in einem Müllsack – gekleidetes, verwesendes Skelett,“ knurrte die Vampirin in einem gefährlichen Tonfall, „jetzt werde ich dir dein verfluchtes Plasma aus den Andern saugen und zwar bis auf den letzten Tropfen!“ blitzschnell zeigte sie ihre dunkle Form, bleckte ihre rasierscharfen Zähne und fauchte bedrohlich.

„Ich besitze doch gar kein Plasma.“ kommentierte der Tod unbeeindruckt und die verdutzte Lilith kappte ihr Maul wieder zu. „Genug jetzt mit dem Kindergarten!“ Eher sie noch etwas einwenden konnte, schwang er endlich seine Sense. Evelines Leichnam war verschwunden. Stattdessen stand da eine schwarze Vampirurne auf dem Waldboden. „Sensenmann! Du verdammter… ICH HASSE DICH!“ schrie Lilith ihm wütend ins Gesicht. „Ich wünsche dir auch noch einen schönen Tag, junge Lady und denk daran, lebe jeden Tag als wäre es dein letzter!“ Mit diesen Worten war er verschwunden. Hatte sich einfach in kohlenschwarzem Nebel aufgelöst. „Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter…“ äffte sie seine Worte nach, „so ein Schwachsinn!“ Fluchend packte sie die Urne in ihr Inventar und verliess das Grundstück fast fluchtartig.

Zur gleichen Zeit:

Teenager Elijah Vatore war gerade dabei sich vampirischen Zutritt in ein Haus in Oasis Springs zu verschaffen. Er wusste nicht was für Sims hier wohnten, das Haus hatte er zufällig ausgewählt. Es waren erst einige Tage vergangen, seitdem er sich in einen Vampir hat verwandeln lassen. Seine Mutter Lilith und sein Onkel Caleb waren darüber nicht begeistert gewesen und seither war total dicke Luft Zuhause. Aber in wenigen Wochen würde er endlich volljährig werden und dann hatten die beiden ihm eh nichts mehr zu sagen. Bis dahin wollte er nur eins: Vampirpunkte sammeln um Vampirfähigkeiten freizuschalten und zu höheren Vampirrängen aufsteigen. Heute Nacht hatte er was grosses vor…

weiterlesen… The monster I’ve become

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